Onlinebeteiligung zur Lärmaktionsplanung

Die zweite Online-Phase startete am 16.11.2009 und endete am 13.12.2209. In dieser Zeit hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich über den Entwurf des Lärmaktionsplans zu informieren und die vorgesehenen Maßnahmen zu kommentieren und zu bewerten, so dass deutlich wurde, welche Maßnahmen aus Bürgersicht besonders wichtig sind. Die Plattform wurde in der zweiten 4-wöchigen Phase ca. 18.000-mal aufgerufen. Es wurden 401 Kommentare zu den Maßnahmenvorschlägen der Verwaltung und den Bürgervorschlägen in der zweiten Phase eingestellt und 236 Bewertungen wurden abgegeben. Die meisten Kommentare gab es zu den Themen "Lärmoptimierter Asphalt", "Geschwindigkeitsüberwachung" und "Geschwindigkeitsbegrenzung". Viel Beachtung fanden auch das Sanierungskonzept der Deutschen Bahn AG und die geplanten Maßnahmen des Landesbetriebs Straßen NRW, der unter anderem für die Autobahnen zuständig ist.

Auswertung der Kommentare

Die Gesamtauswertung ergab, dass die Kommentare zu allen Maßnahmen und Bürgervorschlägen insgesamt zu 59 % unterstützend oder ergänzend unterstützend waren, zu 24 % ablehnend oder ergänzend ablehnend, zu 4 % rein ergänzend; 13 % der Kommentare äußerten sonstiges.

Was ist mit den Kommentaren und Bewertungen geschehen?

Alle Anregungen und Vorschläge, inklusive der diesbezüglichen E-Mails oder Briefe, wurden zur weiteren Bearbeitung an verschiedene Fachbereiche der Stadtverwaltung, andere Institutionen, Unternehmen und Behörden übersandt. Die Fragen und die dazu gehörenden Antworten können Sie unter nebenstehendem Link einsehen.

Ein Drittel der Anregungen und Vorschläge sind in die Vorüberlegungen zum Lärmaktionsplan und die daraus resultierende Maßnahmenplanung eingeflossen. 14 % der Vorschläge wurden an die Deutsche Bahn AG und Straßen NRW weitergeleitet. Beide Institutionen haben einen eigenen Lärmsanierungsplan für ihre Bereiche aufgestellt, die nachrichtlich in den Entwurf des Lärmaktionsplans übernommen wurden. Knapp ein Viertel der Vorschläge betrafen keine Hot Spots. Diese Vorschläge liegen den zuständigen Stellen vor und werden – soweit möglich - außerhalb des Lärmaktionsplans umgesetzt. Rund ein Fünftel der Vorschläge betrafen Lärmproblematiken, die nicht zum Umgebungslärm in der eingangs definierten Art, sondern zu anderen Lärmarten gehören. Diese wurden an die entsprechenden Stellen weitergeleitet, um Abhilfe zu schaffen. Die restlichen Vorschläge waren entweder reine Meinungsäußerungen, benannten Lärmprobleme ohne konkreten Vorschlag oder waren doppelt eingestellt.

Der weitere Ablauf

Die Ergebnisse der Lärmkartierung und die Festschreibung der Maßnahmen, nebst einer Vielzahl von Auswertungen, wurden zu einem Lärmaktionsplanentwurf zusammengefasst. Dieser Entwurf wird zurzeit dem Verwaltungsvorstand und den politischen Gremien vorgestellt. Im Anschluss daran können die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Essen sich zu dem Lärmaktionsplan im Rahmen einer Offenlage informieren und Anmerkungen hierzu niederlegen. Nach Auswertung der Anmerkungen wird der Lärmaktionsplan dann den Entscheidungsgremien zur Abstimmung und Genehmigung vorgelegt.

Kontakt

Umweltvorsorge, Umweltplanung

Mitarbeiterin / Mitarbeiter
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