Multikulturelle Klänge in Essen
Essen.Musik
Externe Links zum Thema
Stadtbibliothek Essen
GREND und KATAKOMBEN-Theater
An vorderster Front leisten das Steeler Kulturzentrum GREND und das KATAKOMBEN-THEATER in Rüttenscheid einen kontinuierlichen Beitrag für Toleranz und Kommunikation. Sie bieten seit Jahren hochkarätige Konzertreihen und spannende Begegnungen mit fremden Musikkulturen. Bekannte Weltmusikstars treten hier ebenso auf wie einheimische Gruppen und noch zu entdeckende Musiker. Der Geschäftsführer des Katakomben-Theaters Kazim Calisgan spielt selbst in mehreren Ruhrgebietsensembles, die einen Brückenschlag zwischen Orient und Okzident vollführen, unter anderem im 15-köpfigen TRANSORIENT ORCHESTRA, das 2003 mit dem "worldmusic award ruhrgebiet" ausgezeichnet wurde und den NRW-weiten Wettbewerb "Klänge der neuen Heimat" gewann.
Weltmusik auf Zollverein
Events wie "Odyssee - Kulturen der Welt", "Carnival der Kulturen" oder die Ausrichtung der internationalen Weltmusik-Messe WOMEX auf Zollverein haben die Weltmusik im Ruhrgebiet bekannt gemacht. Neuerdings setzt die beliebte Reihe der Zollverein-Konzerte, die bisher eher von Klassik und Jazz bestimmt war, auf ungewohntere Klänge und ethnische Musiktraditionen. Zollverein war auch die erste Essener Station der rumänischen Gypsy Brass Band FANFARE CIOCÂRLIA. Die nachfolgenden Essener Stationen dieses "schnellsten Orchesters der Welt" sind ein Spiegel seiner Weltkarriere: vom ersten schüchternen Auftritt 1997 vor 25 Besuchern im Kunstschacht über mehrere Veranstaltungen auf PACT Zollverein bis zum umjubelten Konzert 2007 mit tanzendem Publikum im Alfried-Krupp-Saal der Philharmonie.
Flamenco made in Essen - Rafael Cortés
Im Ruhrgebiet leben viele Künstler, deren Eltern aus anderen Ländern gekommen und geblieben sind. Nicht wenige haben inzwischen mit Musik ihrer Heimat die Bühnen erobert. So auch im Falle des wohl bekanntesten Musikers "mit Migrationshintergrund" aus Essen: RAFAEL CORTÉS. Der Reiselust seiner ursprünglich in Grenada ansässigen Familie verdankt der Flamencogitarrist seinen heutigen Wohnsitz. Hier wuchs er auf, hier gab er seine ersten Konzerte im Alter von 5 Jahren. 1985 bestritt er sein erstes Solokonzert in der Zeche Carl. Inzwischen wird er weltweit von Fans und Presse enthusiastisch gefeiert, Standing Ovations sind bei seinen Konzerten keine Seltenheit. Trotz seiner Weltkarriere ist Rafael Cortés der Stadt und der Region bis heute treu geblieben.
