Strategie Europa 2020 - Allgemein
Die Strategie Europa 2020 wurde durch die EU-Kommision im März 2010 beschlossen und skizziert eine Vision der europäischen Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts. Sie umfasst drei Prioritäten:
Innovatives Wachstum:
Entwicklung einer auf Wissen und Innovation gestützten Wirtschaft
Nachhaltiges Wachstum:
Förderung einer ressourcenschonenden, ökologischen und wettbewerbsfähigen Wirtschaft
Integratives Wachstum:
Schaffung eines hohen Beschäftigungsstandes und des sozialen und territorialen Zusammenhalts
Nachstehende fünf Ziele wurden in der Strategie Europa 2020 festgelegt:
- Die Beschäftigungsquote der 20 bis 64-jährigen soll von aktuell 69% auf 75% steigen
- 3% des BIP sollen in Forschung und Entwicklung investiert werden, aktuell sind es deutlich weniger als 2%!
- Erreichen der Klimaschutzziele 20 / 20 / 20 bis 2020
- Verringerung der Treibhausgasemissionen um mind. 20%
- Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien auf 20%
- Steigerung der Energieeffizienz um 20% - Verringerung der Schulabbrecherquote von aktuell 15% auf höchstens 10 % und Erhöhung des Anteils der Hochschulabsolventen im Alter von 31-34 Jahren von 31% auf mindestens 40%
- Senkung der Zahl der unter der nationalen Armutsgrenze lebenden Europäer um 25%, das heißt, 20 Millionen Menschen würden aus der Armut befreit.
Sieben Initiativen zur Zielerreichung:
"Innovationsunion"
Ziel ist es, die Rahmenbedingungen und die Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln für Forschung und Entwicklung neu auszurichten und zu verbessern.
"Jugend in Bewegung"
Leistungsfähige Bildungssysteme, ein attraktives Hochschulwesen und eine Erleichterung zum Eintritt in den Arbeitsmarkt sollen als Rahmenbedingungen gesetzt sein.
"Digitale Agenda für Europa"
Der Ausbau schneller Internet-Zugangsdienste und deren Nutzung schaffen Vorteile für den EU-Binnenmarkt sowie für Unternehmen und Privathaushalte.
"Ressourcenschonendes Europa"
Durch technologische Verbesserungen, einen grundlegenden Umbau von Energie-, Landwirtschafts-, Industrie- und Verkehrssystemen sowie eine Verhaltensänderung bei Herstellern und Verbrauchern soll ein ressourcenschonendes Europa erreicht werden.
"Industriepolitik im Zeitalter der Globalisierung"
Schwerpunkte sind die Verbesserung der Rahmenbedingungen für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) und Förderung einer wettbewerbsfähigeren Industriestruktur.
"Agenda für neue Kompetenzen und Beschäftigungspolitik"
Modernisierung der Arbeitsmärkte, Erhöhung der Beschäftigungsquote, Förderung der Arbeitsmobilität und des lebenslangen Lernens sind Kernpunkte dieser Initiative.
"Europäische Plattform zur Bekämpfung der Armut"
Die Reduzierung der relativen Armut in den EU-Staaten und der soziale Zusammenhalt sollen gesichert werden.


