Landeswettbewerb "Archiv und Jugend"

Gäste während der Ausstellungseröffnung

Foto: Vitrine mit Ausstellungsstücken, davor zwei Ausstellungsbesucherinnen

Präsentation der Wettbewerbsergebnisse


Das Stadtarchiv Essen und das Carl-Humann-Gymnasium präsentierten am Samstag, den 13. September 2008, in Anwesenheit von Bürgermeister Kleine-Möllhoff, Vertretern des Rates und der Verwaltung, der Schulgemeinde, Ehemaligen, Eltern und Freunden der Projektgruppe die Ergebnisse des Wettbewerbs "Archiv und Jugend“.

Der Wettbewerb "Archiv und Jugend“ war 2007 vom Land NRW ausgeschrieben worden. 12 Schülerinnen und Schüler des Carl-Humann-Gymnasiums nahmen im Schuljahr 2007/08 daran teil. Das Stadtarchiv Essen hatte erfolgreich den Projektvorschlag "Ordnung und Verzeichnung des Schularchivs des Carl-Humann-Gymnasiums“ eingereicht, der mit der Höchstsumme von 8000,- Euro gefördert worden war.

Die Projektgruppe ordnete und verzeichnete von Herbst 2007 bis Juni 2008 unter fachlicher Anleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadtarchivs das in großen Teilen ungeordnete Schularchiv, das bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Das Ergebnis liegt nun in Form eines Findbuches vor, das von Dr. Wisotzky, Leiter des Stadtarchivs, auf der Basis der umfangreichen Verzeichnungsarbeiten der Projektgruppe erstellt wurde. Er freute sich, der Schule das erste Exemplar des Findbuches übergeben zu können.

Außerdem werteten die Schülerinnen und Schüler die Akten zum Thema "Carl-Humann-Gymnasium im Nationalsozialismus“ aus und erarbeiteten gemeinsam mit Monika Josten (Stadtarchiv) und Dr. Thomas Franke (Carl-Humann-Gymnasium) die Ausstellung "Anpassen und Beharren – Carl-Humann-Gymnasium im Nationalsozialismus“.

Nach der Begrüßung der Gäste durch  Schulleiter Peter Schlömer und Bürgermeister Kleine-Möllhoff, ging Dr. Klaus Wisotzky in seiner Rede noch einmal auf die außerordentliche Bedeutung des Schularchivs der Carl-Humann-Schule ein. Auf Grund seines umfangreichen Bestandes an Chroniken, Sachakten, Schüler- und Zeugnislisten sowie Unterlagen zu Abiturprüfungen, gehöre es zu den bedeutensten der Stadt Essen. Von besonderem Wert sei die fast komplette Überlieferung aus der NS-Zeit, die auch wichtige Dokumente zur Stadtgeschichte im "Dritten Reich“ liefere.

Abschließend gaben Monika Josten und Dr. Thomas Franke einen Rückblick auf die Projektarbeit und würdigten die Schülerinnen und Schüler mit einem Zertifikat und einem Buchgeschenk für ihre außerordentlichen Leistungen.

Nach einer kleinen Stärkung am Buffet  präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 stolz die Ergebnisse der monatelangen Ordnungs- und Auswertungsarbeiten und führten durch die Ausstellung, die aus 16 Text- und Bildtafeln und einer großen Ausstellungsvitrine besteht.

Das Schularchiv befindet sich nun im Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv und ist somit der Öffentlichkeit zugänglich.

 

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