Bundesmodellvorhaben des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt)
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Weitere Informationen:
Hochwasser durch Extremwetterereignisse
Schnell informiert:
Zunehmender Hitze in der Stadt begegnen
Informationen anderer am Projekt teilnehmender Städte:
Lokale Forschungsassistenz Universität Duisburg-Essen
Stadt Begegnet Klimawandel - Integrierte Strategien für Essen
Durch den vom Menschen verursachten Treibhauseffekt wird auf der Erde ein Anstieg der mittleren Temperatur erwartet, der gegen Ende des Jahrhunderts bis zu 6 Grad Celsius erreichen kann. Dies würde zu gravierenden Klimafolgen, wie zum Beispiel extremer Hitze und Überschwemmungen führen. Selbst wenn es gelingt, das Ziel zu erreichen, die globale Erwärmung auf 2 Grad durch Klimaschutzmaßnahmen zu begrenzen, stellt der unvermeidbare Klimawandel eine enorme Herausforderung dar.
Auch in Essen werden die Folgen spürbar sein.
Extreme Wetterereignisse, wie Hitzeperioden und Starkregenereignisse werden häufiger und heftiger auftreten. Es ist deshalb notwendig, sich über eine Klimaschutzstrategie hinaus intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels zu befassen und Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln.
Die Stadt Essen hat sich als eine von bundesweit neun Städten erfolgreich um die Teilnahme an dem Modellvorhaben des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt) "Urbane Strategien zum Klimawandel – Kommunale Strategien und Potenziale" beworben. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) führen das Modellvorhaben als Forschungsprogramm durch.
Ziele
Ziele dieses Modellvorhabens sind:
- die absehbaren Folgen des Klimawandels zu identifizieren,
- Auswirkungen auf relevante Handlungsfelder der Stadtentwicklung abzuschätzen,
- Anpassungserfordernisse auf Stadtebene sowie Region und für gewählte Quartiere zu definieren und
- ein integriertes Maßnahmenkonzept zur klimagerechten Stadtentwicklung aufzustellen.
Handlungsfelder und -schwerpunkte
Zunächst müssen die zu erwartenden Klimaänderungen vor Ort und die daraus resultierenden Folgen in bedeutenden Handlungsfeldern festgestellt werden, um vorausschauende Maßnahmen zu treffen, die zum Beispiel gesundheitliche Gefährdungen und wirtschaftliche Schäden abwenden oder mindern.
Betroffene Handlungsfelder sind zum Beispiel:
- Stadtentwicklungsplanung
- Grün- und Freiraumplanung
- Wasserhaushalt/Wasserwirtschaft
- Gesundheit
- Naturschutz
- Wirtschaft
Aktivitäten und Zwischenergebnisse aus dem Projekt
Nach der Auftaktveranstaltung im April 2010 unter reger Beteiligung und bemerkenswerter Medienresonanz wurden in fachspezifischen Arbeitsgruppen, Forschungs- und Szenariowerkstätten die klimatische Ausgangssituation und regionale Klimamodelle ausgewertet.
Mit zahlreichen Akteuren wurden erste Strategien und Maßnahmenempfehlungen erarbeitet. Diese umfassen unter anderem ein konkretes Stadtgebiet mit einem exemplarischen Modellquartier, sowie den Aufbau von Warn- und Informationssystemen zur Eigenvorsorge.
Hintergrund
Der Rat der Stadt Essen hat im März 2009 das Integrierte Energie- und Klimakonzept beschlossen.
Eine der in diesem Konzept festgelegten (insgesamt 160) Maßnahmen hat den Titel "Mit dem Klimawandel umgehen" und befasst sich mit Anpassungsstrategien an die Folgen des Klimawandels.
Aufgrund der gleichen Zielrichtung bewarb sich die Stadt Essen um die Teilnahme an dem ExWoSt- Bundesmodellvorhaben zur Klimaanpassung.
Eingebettet ist das ExWoSt- Projekt in die "Klima/Werk/Stadt/Essen" über welche die mittlerweile zahlreichen Klimaaktivitäten miteinander koordiniert und aufeinander abgestimmt werden.
Projektpartner und beteiligte Akteure
Als lokale Forschungsassistenz agiert die Universität Duisburg- Essen mit dem Institut für Stadtplanung und Städtebau sowie Angewandte Klimatologie und Landschaftsökologie.
Das regionale Klimabüro Essen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) unterstützt das Modellvorhaben als Berater mit Fachbeiträgen und durch Mitwirkung in den Arbeitsgruppen und den Werkstätten.
In das Essener Modellvorhaben sind zahlreiche Projektpartner und Beteiligte einbezogen, unter anderem städtische Fachdienststellen und Tochtergesellschaften, Universitätsinstitute, Landesdienststellen, Immobilienwirtschaft, Umweltverbände, Emschergenossenschaft, Ruhrverband, RVR, Nachbarstädte und viele andere mehr.
Darüber hinaus wurde eine Kooperation mit dem Projekt "dynaklim" (Dynamische Anpassung an den Klimawandel in der Emscher-Lippe Region) vereinbart.


