Ostviertel

Das Ostviertel (siehe Luftbild) schließt unmittelbar an die Essener Innenstadt an und weist mit circa 200 Hektar deren zweifache Größe auf. Die Strukturen des Ostviertels mit einer Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Büronutzung entsprechen in weiten Teilen nicht der herausragenden Lagegunst dieses Raumes und bedürfen daher einer geordneten städtebaulichen Entwicklung. Mit dieser Zielrichtung wurde ein städtebauliches Struktur- und Entwicklungskonzept durch die Gremien der Stadt Essen beschlossen.

Die geplante Verlängerung der Bundesautobahn A52 wird zu einer weiteren Lageverbesserung führen. Der Ausbau ist als vordringlicher Bedarf in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden.

Für Gewerbe- und Büroimmobilien gibt es im Ostviertel Flächenpotenziale mit hochwertiger Lagequalität, deren Aktivierung zur weiteren Stärkung der Rolle Essens als überregional bedeutsamer Büro- und Verwaltungsstandort beitragen kann. Neben der Entwicklung von Büroflächen stehen die Aufwertung der vorhandenen gewerblichen und industriellen Flächen, die Entwicklung des Wohnflächenangebotes und die Vernetzung von Grünzügen als Ziele auf der Agenda.

Die Entwicklungskerne, in denen ein Handlungsspielraum für eine positive Weiterentwicklung besteht, werden im Folgenden aufgeführt:

Entwicklungskerne

Im Norden liegt die Büroimmobilie Lützowstraße (1) mit 4.000 m² Gesamtmietfläche, voll vermietet, unter anderem an die ARGE JobCenter.

Das von der DHL angemietete relativ große bebaute Grundstück (2) eröffnet mittelfristig Nutzungsperspektiven für andere, der zentralen Lage entsprechende Nutzungen.

Für das Frischezentrum (3) werden zur Zeit Vorüberlegungen für eine langfristige Grundstücksentwicklung angestellt.

Die Stadt Essen vermarktet eigene Flächen in dem teilweise neu erschlossenen Gewerbepark Graf Beust (4), mit circa 50.000 m² Gesamtfläche. Dabei wurde die industriell geprägte Altstruktur des Gebietes völlig der hochwertigen Lage an der Herzogstraße als 2. Stadtring angepasst. Die Grundstücke haben für Eigennutzer und Investoren eine hohe Akzeptanz. Die Vermarktung der Restflächen verläuft zügig.

Die Evonik Goldschmidt GmbH hat hier ihr Werksgelände in einer Größe von circa 27 ha und 1.400 Mitarbeitern. Sie produziert unter anderem Additive für Polymere, Silicone und veredelt Pflegeprodukte. Mit circa 350 Mitarbeitern ist der F&E-Bereich der größte in der Evonik Chemie-Sparte. Der traditionell gewachsene Industriebetrieb ist trotz seiner zentrumsnahen Lage verträglich in das Stadtgebiet integriert und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt Essen. Erweiterungen beziehungsweise interne Umstrukturierungen können auf eigenem Gelände ausgeführt werden.

Die Essener Verkehrs AG hat hier ihren zentralen Betriebshof (5) für Straßenbahnen und Busse, der mit neuen Investitionen gesichert wird.

Der ehemalige Güterbahnhof Ost (6) mit circa 90.000 m² ist derzeit eine Pachtfläche, die langfristig für eine Entwicklung neuer gewerblicher Nutzung vorgesehen ist.

Im Gewerbegebiet an der Herkulesstraße / Natorpstraße (7) liegen unter anderem das BildungsCentrum der Wirtschaft (BCW) und das Softwarehaus Cubis solutions.

An der Frillendorfer Straße liegen gewerbliche Flächen (8), von denen circa 30.000 m² für neue gewerbliche Nutzungen angeboten werden.

In den diversen Entwicklungsbereichen ist generell kein Potential für großflächigen Einzelhandel. Dieser ist planungsrechtlich nicht zulässig.
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Volker Wild

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