Informationen zum Ablauf der Impfaktion Neue Influenza A/H1N1 (Schweinegrippe)

Neue Influenza: Ständige Impfkommission (STIKO) aktualisiert Impfempfehlungen

Essen - Freitag, 18. Dezember 2009

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat jetzt ihre Empfehlungen zur Schutzimpfung gegen die Neue Influenza erweitert. Die Impfung gegen die Neue Influenza („Schweinegrippe“) ist nach wie vor wichtig, da die momentane Welle noch andauert und davon auszugehen ist, dass nach Erreichen des Scheitelpunkts einer Welle in der Regel mindestens noch einmal so viele Fälle auftreten wie vor Erreichen des Scheitelpunktes. Außerdem kann die weitere Entwicklung der Grippeaktivität im Winter nicht vorausgesehen werden, frühere Influenzapandemien sind oft in mehreren Wellen aufgetreten.

Im Oktober war zunächst die Impfung für Medizinpersonal, chronisch Kranke und Schwangere empfohlen worden (Indikationsgruppen 1 bis 3). Nun wird empfohlen, in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe stufenweise die Impfung aller Indikationsgruppen durchzuführen. Dabei sollen zunächst Haushaltskontaktpersonen ungeimpfter Risikopersonen (zum Beispiel Eltern von Kindern unter sechs Monaten, die nicht geimpft werden können, oder Haushaltskontakte von ungeimpften chronisch Kranken) sowie Kinder und junge Erwachsene im Alter bis 24 Jahre ohne Grundkrankheit (Gruppe 5) eine Impfung erhalten. Im weiteren Verlauf sollen dann Personen im Alter von 25 bis 59 Jahren (Gruppe 6) und schließlich Personen ab 60 Jahre (Gruppe 7) geimpft werden.

Die STIKO betont, dass es weiterhin fachlich angemessen ist, in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe in zeitlicher Reihenfolge vorrangig die Indikationsgruppen 1-3 zu impfen. Bei rund drei Viertel der in Deutschland im Zusammenhang mit der Neuen Influenza verstorbenen Menschen gibt es Hinweise auf eine Grundkrankheit. Die aktuellen Daten unterstreichen jedoch auch ein erhöhtes Risiko von jungen Kindern und von Jugendlichen, sowohl an der Neuen Influenza A (H1N1) zu erkranken als auch schwere Krankheitsverläufe zu entwickeln.

Beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) liegen, wie in anderen Staaten auch, keine Hinweise für vermehrte schwere unerwünschte Wirkungen nach einer Impfung vor, Berichte dazu siehe www.pei.de/schweinegrippe. Aber wie vor anderen Impfungen sollte auch bei der neuen Influenza-Impfung grundsätzlich eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden. Ergänzend zur STIKO- Empfehlung haben das PEI und das RKI mitgeteilt, dass nach derzeitigem Stand eine einmalige Impfung in allen Altersgruppen ausreicht. Kinder von 6 Monaten bis 9 Jahren erhalten 1 halbe Erwachsenendosis ;alle Personen ab 10 Jahren  1 ganze Erwachsenendosis.

Anwendung in der Schwangerschaft :
Schwangere haben ein erhöhtes Risiko, bei Infektion mit dem Neuen Influenzavirus A (H1N1) einen schweren Krankheitsverlauf zu entwickeln. Daher empfiehlt die STIKO, Schwangere nach individueller Nutzen-Risiko- Abwägung gegen die Neue Influenza zu impfen. Demnach können Schwangere mit einem adjuvantierten wie auch mit einem nichtadjuvantierten Impfstoff geimpft werden. Grundsätzlich bestehen bei keiner der beiden Impfstoffvarianten Sicherheitsbedenken. Da jedoch nur mit nichtadjuvantierten (saisonalen) Influenzaimpfstoffen umfangreichere Erfahrungen bei Schwangeren vorliegen, sollten diese bis zum Vorliegen weiterer Daten vorzugsweise mit einem nicht adjuvantierten Impfstoff geimpft werden.

Auf der Südhalbkugel, wo der Winter inzwischen vorbei ist, war die Zahl der Todesfälle durch das neue Virus auf die Bevölkerung bezogen (Mortalität) geringer als in einer saisonalen Welle. Da aber die Todesfälle vor allem in den jüngeren Altersgruppen auftraten (anders als in saisonalen Grippewellen), hält es das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention (ECDC) für möglich, dass die Zahl der verlorenen Lebensjahre durch die neue Grippe höher sein könnte als in saisonalen Wellen.

Zur Verringerung des Infektionsrisikos sollten unverändert auch die persönlichen Hygienemaßnahmen - z.B. häufiges Händewaschen - beitragen, vor allem bei vielen Kontakten zu anderen (weitere Informationen siehe: http://www.wir-gegen-viren.de/).

Die STIKO erinnert auch an die Impfung gegen die saisonale Influenza, die den bekannten Risikogruppen weiterhin empfohlen wird: chronisch Kranke und Personen über 60 sowie medizinisches Personal und Menschen mit viel Kontakt zu anderen. Neben der sequenziellen Impfung ist auch die gleichzeitige Gabe beider Impfstoffe möglich.

Weitere Informationen: www.rki.de/influenza und www.rki.de/impfen

Für weitere Fragen und nähere Informationen stehen Ihnen  Dr. Kundt (0201 / 88-53000), Dr. Krämer (0201 / 88-53463) und Dr. Fendel (0201 / 88-53010) zur Verfügung.

Für Fragen zum Thema Neue Grippe und Impfungen hat die Landesregierung von NRW über Call NRW eine Hotline geschaltet , die werktags von 8.00-18.00 Uhr erreichbar ist:  0180 3100 210 

Downloads zur geplanten Impfung gegen die Neue Grippe (Schweinegrippe):

Für Ärzte:

Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - deutsch
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A.pdf

Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - arabisch
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A_arabisch.pdf

Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - englisch
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A_englisch.pdf

Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - französisch
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A_franzoesisch.pdf

Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - griechisch
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A_griechisch.pdf

Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - italienisch
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A_italienisch.pdf

Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - kroatisch
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A_kroatisch.pdf

Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - polnisch
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A_polnisch.pdf

Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - russisch
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A_russisch.pdf

Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - serbisch
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A_serbisch.pdf

Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - spanisch
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A_spanisch.pdf

Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - türkisch
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A_tuerkisch.pdf

Impfstoffbestellung für die A (H1N1) Schutzimpfung
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/impfstoffanforderung_essen.pdf

Impstoffbestellung für die A (H1N1) Schutzimpfung für Schwangere
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/Impfstoffanforderung_CSL_H1N1_Vaccine.pdf

Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Institutes und der GTH (Gesellschaft für Thrombose und - Hämostaseforschung e.V.) zur Impfung mit den pandemischen Influenzaimpfstoffen Pandemrix oder Celvapan bei Patienten unter oraler Antikoagulation
http://www.pei.de/cln_109/nn_1509734/DE/infos/fachkreise/impf-fach/schweineinfluenza/pand-impf/gth-pei-antikoagulanz.html 

Für Impfkandidaten:

Information für medizinisches Personal in Krankenhäusern, Praxen und Laboratorien
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/info_med_personal.pdf

Information für Angehörige der Polizei und Feuerwehr
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/info_polizei_feuerwehr.pdf

Information für Schwangere
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/info_schwangere.pdf
http://www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/AG_Berufsverband_Frauenaerzte.pdf

Impfstoff ohne Wirkverstärker (CSL H1N1 Pandemic Influenza Vaccine) für Schwangere
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/Information_Impfstoff_Schwangere.pdf
Liste der niedergelassenen Gynäkologen / "Impfärzte" für Schwangere
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/Impfaerzte__Schwangere.pdf

Information für Menschen mit chronischen Erkrankungen
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/info_chron_erkrankungen.pdf

Liste der Essener Ärzte, welche Schutzimpfungen gegen die Neue Grippe (Schweinegrippe) durchführen
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/essener_impfaerzte.pdf

Weitere Informationen:

Fragen und Antworten zur Neuen Grippe (Schweinegrippe) des Bundesministeriums für Gesundheit
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/fragen_und_antworten_zur_neuen_grippe.pdf

Bundesministerium für Gesundheit
www.neuegrippe.bund.de

Aktuelle Informationen der Bundesregierung - PDF-Dokumente für die Vervielfältigung und Verteilung
www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/Artikel/Themen/Gesellschaft/Gesundheit/2009-11-17-schweinegrippe-flyer-A4.html

Paul-Ehrlich-Institut
www.pei.de/schweinegrippe

Robert Koch Institut
www.rki.de/stiko-empfehlungen

EMEA - European Medicines Agency
www.emea.europa.eu/influenza/vaccines/pandemrix/pandemrix_pi.html

Herausgeber:

Gesundheitsamt der Stadt Essen
Hindenburgstraße 29
45127 Essen
Tel.: 0201 / 88-53000
Fax: 0201 / 88-53015
E-Mail: gesundheitsamt@essen.de