Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat jetzt ihre Empfehlungen zur Schutzimpfung gegen die Neue Influenza erweitert. Die Impfung gegen die Neue Influenza („Schweinegrippe“) ist nach wie vor wichtig, da die momentane Welle noch andauert und davon auszugehen ist, dass nach Erreichen des Scheitelpunkts einer Welle in der Regel mindestens noch einmal so viele Fälle auftreten wie vor Erreichen des Scheitelpunktes. Außerdem kann die weitere Entwicklung der Grippeaktivität im Winter nicht vorausgesehen werden, frühere Influenzapandemien sind oft in mehreren Wellen aufgetreten. Im Oktober war zunächst die Impfung für Medizinpersonal, chronisch Kranke und Schwangere empfohlen worden (Indikationsgruppen 1 bis 3). Nun wird empfohlen, in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe stufenweise die Impfung aller Indikationsgruppen durchzuführen. Dabei sollen zunächst Haushaltskontaktpersonen ungeimpfter Risikopersonen (zum Beispiel Eltern von Kindern unter sechs Monaten, die nicht geimpft werden können, oder Haushaltskontakte von ungeimpften chronisch Kranken) sowie Kinder und junge Erwachsene im Alter bis 24 Jahre ohne Grundkrankheit (Gruppe 5) eine Impfung erhalten. Im weiteren Verlauf sollen dann Personen im Alter von 25 bis 59 Jahren (Gruppe 6) und schließlich Personen ab 60 Jahre (Gruppe 7) geimpft werden. Die STIKO betont, dass es weiterhin fachlich angemessen ist, in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe in zeitlicher Reihenfolge vorrangig die Indikationsgruppen 1-3 zu impfen. Bei rund drei Viertel der in Deutschland im Zusammenhang mit der Neuen Influenza verstorbenen Menschen gibt es Hinweise auf eine Grundkrankheit. Die aktuellen Daten unterstreichen jedoch auch ein erhöhtes Risiko von jungen Kindern und von Jugendlichen, sowohl an der Neuen Influenza A (H1N1) zu erkranken als auch schwere Krankheitsverläufe zu entwickeln. Beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) liegen, wie in anderen Staaten auch, keine Hinweise für vermehrte schwere unerwünschte Wirkungen nach einer Impfung vor, Berichte dazu siehe www.pei.de/schweinegrippe. Aber wie vor anderen Impfungen sollte auch bei der neuen Influenza-Impfung grundsätzlich eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden. Ergänzend zur STIKO- Empfehlung haben das PEI und das RKI mitgeteilt, dass nach derzeitigem Stand eine einmalige Impfung in allen Altersgruppen ausreicht. Kinder von 6 Monaten bis 9 Jahren erhalten 1 halbe Erwachsenendosis ;alle Personen ab 10 Jahren 1 ganze Erwachsenendosis. Anwendung in der Schwangerschaft : Auf der Südhalbkugel, wo der Winter inzwischen vorbei ist, war die Zahl der Todesfälle durch das neue Virus auf die Bevölkerung bezogen (Mortalität) geringer als in einer saisonalen Welle. Da aber die Todesfälle vor allem in den jüngeren Altersgruppen auftraten (anders als in saisonalen Grippewellen), hält es das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention (ECDC) für möglich, dass die Zahl der verlorenen Lebensjahre durch die neue Grippe höher sein könnte als in saisonalen Wellen. Zur Verringerung des Infektionsrisikos sollten unverändert auch die persönlichen Hygienemaßnahmen - z.B. häufiges Händewaschen - beitragen, vor allem bei vielen Kontakten zu anderen (weitere Informationen siehe: http://www.wir-gegen-viren.de/). Die STIKO erinnert auch an die Impfung gegen die saisonale Influenza, die den bekannten Risikogruppen weiterhin empfohlen wird: chronisch Kranke und Personen über 60 sowie medizinisches Personal und Menschen mit viel Kontakt zu anderen. Neben der sequenziellen Impfung ist auch die gleichzeitige Gabe beider Impfstoffe möglich. Weitere Informationen: www.rki.de/influenza und www.rki.de/impfen Für weitere Fragen und nähere Informationen stehen Ihnen Dr. Kundt (0201 / 88-53000), Dr. Krämer (0201 / 88-53463) und Dr. Fendel (0201 / 88-53010) zur Verfügung. Für Fragen zum Thema Neue Grippe und Impfungen hat die Landesregierung von NRW über Call NRW eine Hotline geschaltet , die werktags von 8.00-18.00 Uhr erreichbar ist: 0180 3100 210 Downloads zur geplanten Impfung gegen die Neue Grippe (Schweinegrippe): Für Ärzte: Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - deutsch Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - arabisch Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - englisch Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - französisch Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - griechisch Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - italienisch Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - kroatisch Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - polnisch Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - russisch Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - serbisch Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - spanisch Einverständniserklärung Impfung gegen Influenza A (H1N1) - türkisch Impfstoffbestellung für die A (H1N1) Schutzimpfung Impstoffbestellung für die A (H1N1) Schutzimpfung für Schwangere Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Institutes und der GTH (Gesellschaft für Thrombose und - Hämostaseforschung e.V.) zur Impfung mit den pandemischen Influenzaimpfstoffen Pandemrix oder Celvapan bei Patienten unter oraler Antikoagulation Für Impfkandidaten: Information für medizinisches Personal in Krankenhäusern, Praxen und Laboratorien Information für Angehörige der Polizei und Feuerwehr Information für Schwangere Information für Menschen mit chronischen Erkrankungen Liste der Essener Ärzte, welche Schutzimpfungen gegen die Neue Grippe (Schweinegrippe) durchführen Weitere Informationen: Fragen und Antworten zur Neuen Grippe (Schweinegrippe) des Bundesministeriums für Gesundheit Bundesministerium für Gesundheit Aktuelle Informationen der Bundesregierung - PDF-Dokumente für die Vervielfältigung und Verteilung Paul-Ehrlich-Institut Robert Koch Institut EMEA - European Medicines Agency
Schwangere haben ein erhöhtes Risiko, bei Infektion mit dem Neuen Influenzavirus A (H1N1) einen schweren Krankheitsverlauf zu entwickeln. Daher empfiehlt die STIKO, Schwangere nach individueller Nutzen-Risiko- Abwägung gegen die Neue Influenza zu impfen. Demnach können Schwangere mit einem adjuvantierten wie auch mit einem nichtadjuvantierten Impfstoff geimpft werden. Grundsätzlich bestehen bei keiner der beiden Impfstoffvarianten Sicherheitsbedenken. Da jedoch nur mit nichtadjuvantierten (saisonalen) Influenzaimpfstoffen umfangreichere Erfahrungen bei Schwangeren vorliegen, sollten diese bis zum Vorliegen weiterer Daten vorzugsweise mit einem nicht adjuvantierten Impfstoff geimpft werden.
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A.pdf
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/einverstaendnis_impfung_Infuenza_A_arabisch.pdf
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www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/info_polizei_feuerwehr.pdf
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Impfstoff ohne Wirkverstärker (CSL H1N1 Pandemic Influenza Vaccine) für Schwangere
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/Information_Impfstoff_Schwangere.pdf
Liste der niedergelassenen Gynäkologen / "Impfärzte" für Schwangere
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/Impfaerzte__Schwangere.pdf
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/info_chron_erkrankungen.pdf
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/essener_impfaerzte.pdf
www.essen.de/deutsch/gesundheit/dokumente/impfaktion/fragen_und_antworten_zur_neuen_grippe.pdf
www.neuegrippe.bund.de
www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/Artikel/Themen/Gesellschaft/Gesundheit/2009-11-17-schweinegrippe-flyer-A4.html
www.pei.de/schweinegrippe
www.rki.de/stiko-empfehlungen
www.emea.europa.eu/influenza/vaccines/pandemrix/pandemrix_pi.html