Oberbürgermeister Reinhard Paß hat Roderich Thien aus Essen-Werden das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht. Der Bundespräsident würdigt mit dieser hohen Auszeichnung insbesondere das langjährige soziale Engagement des Werdeners als 1. Vorsitzender des Vereins "Lachen Helfen - die Privatinitiative deutscher Soldaten zur Hilfe für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten". Bei der Feierstunde im Rathaus ließ der Oberbürgermeister noch einmal die Verdienste Thiens Revue passieren, die zur Auszeichnung geführt hatten.
Roderich Thien gründete den als gemeinnützig anerkannten Verein vor 14 Jahren. Seitdem hat der Verein rund 500 Hilfsprojekte in Krisengebieten umgesetzt: Darunter waren Sofortmaßnahmen wie das Beschaffen und Verteilen von Kleidung, aber auch Großprojekte wie der Bau und die Sanierung von Schulen, Waisenhäusern und Hospitälern. Die meisten dieser Projekte tragen die persönliche Handschrift von Roderich Thien, der seit Vereinsgründung als Vorsitzender wirkt und als Reserveoffizier gute Kontakte zur Bundeswehr hat.
Die Ordensbegründung betont den hohen Stellenwert dieser Hilfe: "In Ländern mit einer hohen Rate an Analphabeten sind Investitionen in Bildung und Gesundheit die beste Vorsorge gegen Armut, Fanatismus und Gewalt." Oft reiste Thien direkt in die Krisengebiete, um sich einen Eindruck von der notwendigen Hilfe zu verschaffen und diese zu koordinieren. Thien repräsentiere, so die Ordensbegründung, eine zivil-militärische Zusammenarbeit als Hoffnungsträger zum Wohle der Menschen vor Ort. Für seine Projekte erwirtschaftete der Verein in bundesweiten Spendenaktionen bislang rund 1,5 Millionen Euro. In diesem Zusammenhang wird Thiens Fähigkeit gelobt, "andere Menschen von seinen Ideen zu überzeugen und zum Mitmachen zu motivieren". So konnte er viele Prominente als Füsprecher und Multiplikatoren gewinnen. Für sein Engagement wurde der Werdener 2002 von der Bundeswehr mit dem Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet.