Wenn Schwindel den Alltag bestimmt, wird selbst der Einkauf im Supermarkt zu einer Tortur. Deshalb hat die KKH-Allianz ein innovatives Behandlungskonzept für Menschen mit Schwindelanfällen entwickelt. Diese wirksame Therapie wird in fünf Schwindelambulanzen bzw. Schwindelzentren in Deutschland durchgeführt, so auch seit kurzem in der Schwindelambulanz der Klinik für Neurologie im Universitätsklinikum Essen. Das neuartige Versorgungskonzept, das auf eine vernetzte Behandlung verschiedener Fachrichtungen setzt (integrierte Gesundheitsversorgung IGV), wurde jetzt im Rahmen der Gesundheitswirtschaft-Konferenz in Berlin mit der "Ideenpark-Urkunde" ausgezeichnet. Von fast 50 vorgestellten Projekten hat die Jury, der unter anderem der Gesundheitsökonom Prof. Jürgen Wasem angehört, das Schwindel-Projekt der KKH-Allianz als eine der zehn besten Ideen ausgewählt. "Das Besondere an der Behandlung ist die vernetzte Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen wie Neurologie, HNO, Augenheilkunde, Physio- und Psychotherapie. Gerade bei Schwindel ist diese interdisziplinäre Therapie unverzichtbar, denn die Ursache des Schwindels kann in vielen medizinischen Fachgebieten liegen", erklärt Dr. Mark Obermann, Leiter der Essener Schwindelambulanz. "Die Auszeichnung ist ein Indiz dafür, dass wir mit unserem Ansatz, innovative Behandlungsmethoden zu fördern und zu initiieren, auf dem richtigen Weg sind. Seit mehreren Jahren setzen wir uns über die gesetzlich geregelte Versorgung hinaus für neuartige, bedarfsorientierte Leistungen ein", so Dr. Elisabeth Siegmund-Schultze, Abteilungsleiterin Versorgungsmanagement bei der KKH-Allianz. "Wir freuen uns sehr, dass unser Engagement mit diesem Preis gewürdigt wurde." Nach einer KKH-Allianz Umfrage leiden 96 Prozent der Betroffenen dauerhaft unter Schwindel, oft über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren. Dabei treten Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Leeregefühl im Kopf, Schweißausbrüche, Herzrasen und Atemnot auf. Über 50 Prozent der Patienten kennen trotz vieler Arztbesuche nicht den Grund für ihre Probleme. Im Essener Universitätsklinikum werden die Patienten nach dem neuartigen Therapiekonzept behandelt. Bei rund 60 Prozent der Patienten reichte ein einmaliger Besuch in der Schwindelambulanz für eine Besserung des Krankheitsbildes aus. 90 Prozent wissen nach dem Besuch um die Ursache ihrer Schwindelanfälle und können entsprechend mit ihrer Erkrankung umgehen. Über die KKH-Allianz Schwindel-Zentrum des Universitätsklinikums Darauf folgt eine ganzheitliche Therapie, die sowohl psychische als auch körperliche Aspekte der meist langjährigen Schwindelerkrankung berücksichtigt. Ist eine intensivere Therapie notwendig, besuchen die Betroffenen für fünf Tage die Tagesklinik des Zentrums. Dort betreut sie intensiv ein Team aus Ärzten, Psychologen und Physiotherapeuten. Kontakt:
Die KKH-Allianz ist Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse mit über zwei Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Rund 4.400 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Als eine der ersten gesetzlichen Krankenkassen hat sich das Unternehmen auf den Qualitätsprüfstand des unabhängigen Versicherungsprüfers Assekurata gestellt und ist auf Anhieb mit "sehr gut" bewertet worden. Exklusiver Kooperationspartner der KKH-Allianz ist die Allianz Private Krankenversicherung. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt über 4,5 Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.
Das Essener Schwindel-Zentrum ist das erste in Nordrhein-Westfalen. Es bietet seinen Patienten eine Reihe neuer Diagnostik- und Behandlungsverfahren durch Neurologen, Hals-Nasen-Ohren Ärzte, Psychologen und Physiotherapeuten an. Es zeichnet sich aus durch speziell auf Schwindel ausgerichtete diagnostische Verfahren, kann aber auch auf alle diagnostischen Ressourcen des Universitätsklinikums Essen zugreifen. Grundlage für die Behandlung ist dabei eine ausführliche Anamnese - also die genaue Erfassung der bisherigen Krankengeschichte des Patienten.
Schwindel-Zentrum Essen
Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Essen
Tel. 0201-723-83180
E-Mail: schwindel@uk-essen.de
www.schwindel-zentrum-essen.de