Stadtarchäologie - Fund des Monats November 2010

Wieder fündig in Kray

Im Februar konnte der Stadtarchäologe Dr. Hopp einige Reste des bis in das Mittelalter - bis in die Zeit um 850 - zurück reichenden Eickenscheidter Hofes in Kray ausgraben. Mittelalterlich, zumindest aber mehrere hundert Jahre alt, sind zwei Abfallgruben, die jetzt wieder in der Straße Am Zehnthof bei Bauarbeiten gefunden wurden. Diese stehen anscheinend in Zusammenhang mit dem alten Hof. Leider hatten aber unsere Vorfahren nur Holzkohle, verbrannten Lehm und verbrannte Steine zurück gelassen.

Wesentlich jünger, aber auch sehr spannend, ist ein Grenzstein, der in unmittelbarer Nähe in 0,80 m Tiefe von den Bauarbeitern gefunden wurde: Der 1,20 m hohe, 0,45 cm breite Grenzstein aus Ruhrsandstein trägt auf der Vorderseite unter Hammer und Schlägel die Inschrift ZECHE JOHANN, auf der Rückseite: Nr. 4, den 23. April 1844. Der ursprüngliche Standort des Steines ließ sich nicht mehr ermitteln.
Die Zeche Johann wurde 1809 gegründet. Zunächst wurde noch am Ortsrand von Steele Kohle abgebaut. Im Laufe der Zeit wurde der Grubenfeldbesitz aber vergrößert. Zwischen 1885 und 1887 schlossen sich unter dem Namen Gewerkschaft der Zeche Johann Deimelsberg die Zeche Vereinigte Johann und Vereinigte Deimelsberg zusammen, 1928 wurde die Zeche stillgelegt.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
+49 201 8861806
weitere Informationen (Sprechzeiten, Anschrift, Dienstleistungen...)

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
+49 201 8861806
weitere Informationen (Sprechzeiten, Anschrift, Dienstleistungen...)
© 2020 Stadt Essen