Stadtarchäologie - Fund des Monats April 2011

Nahe der alten Schäfers Windmühle

Bei Bauarbeiten in der Essener Innenstadt wurden auf einem Gelände südlich der Helmut-Käutner-Straße einige nur noch sehr schlecht erhaltene Fundamente des 20. Jahrhunderts entdeckt, die von Industrieanlagen der ehemaligen Krupp´schen Gussstahlfabrik stammen. Dieses gewaltige Werk dehnte sich im 19. und 20. Jahrhundert nördlich und südlich der Altendorfer Straße aus.

Die neue Baustelle wurde aber dadurch für die Archäologie interessant, weil sie sich in unmittelbarerer Nähe zu einer Ausgrabung befand, bei der 2001 Reste eines Erdhügels und eines Grabens angeschnitten wurden. Wie sich damals herausstellte, wurden bei den Bauarbeiten nicht nur Bruchsteine gefunden, sondern auch der mittelalterliche Mühlen-Hügel und ein Graben angeschnitten, die zu der bereits 1353 urkundlich bezeugten Schäfers-Windmühle gehörten. Der Mühlenturm selbst wurde erst anlässlich der Erweiterung der Krupp-Werke 1883 abgerissen.
Zu den bemerkenswertesten Funden zählte 2001 ein Mühlstein aus Weserbergland-Sandstein, der einen Durchmesser von etwa 1,50 m besitzt und wohl zu einer Ölmühle gehörte, die 1824 noch unmittelbar an der Windmühle stand.

Leider wurden 2011 aber durch die vielen Bodeneingriffe, die bereits in der Vergangenheit auf dem Areal der jetzigen Baustelle stattfanden, die Hoffnungen enttäuscht, auf weitere mittelalterliche oder neuzeitliche Spuren im Umfeld der alten Mühle stoßen zu können.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
+49 201 8861806
weitere Informationen (Sprechzeiten, Anschrift, Dienstleistungen...)

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
+49 201 8861806
weitere Informationen (Sprechzeiten, Anschrift, Dienstleistungen...)
© 2020 Stadt Essen