Stadtarchäologie - Fund des Monats November 2011

200 Jahre Krupp: Die Visualisierung der Walkmühle in Essen-Vogelheim

Am 20. November des Jahres 1811, somit vor 200 Jahren, schloss der Kaufmann Friedrich Krupp (1787–1826), zusammen mit Teilhabern, den Gebrüdern Georg Karl Gottfried und Wilhelm Georg Ludwig von Kechel, von denen er hoffte, dass sie Kenntnisse in der Gussstahlbereitung besäßen, einen Gesellschaftsvertrag zur Errichtung einer Gussstahlfabrik. Diese Kruppsche Gussstahlfabrik sollte schon unter seinem Sohn Alfred (1812-1887) zum bedeutendsten Industrieunternehmen Europas werden.

Die Walkmühle, die den ursprünglichen Kern der Gussstahlfabrik bildete, wurde jetzt digital rekonstruiert:
Die drei Kommunalarchäologien des Ruhrgebietes in Duisburg, Essen und Dortmund haben gemeinsam mit der Hochschule Bochum ein digitales Visualisierungsprojekt zu ausgewählten Themen der Archäologie und Geschichte entlang des Hellweges entwickelt. Die Internet-Plattform Google-Earth bietet mit den Archäologischen RuhrZeiten (www.RuhrZeiten.de), in die das Projekt "Walkmühle" eingestellt wurde, allen Interessierten die Möglichkeit, sich die erarbeiteten Rekonstruktionsvorschläge anzuschauen. Zudem erschien in einer Zusammenarbeit des Amtes für Geoinformation, Vermessung und Kataster und der Stadtarchäologie mit der Walkmühle jetzt der vierte Band der Berichte aus der Essener Denkmalpflege, der kostenlos im Rathaus der Stadt Essen und beim Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege, Rathenaustr. 2, 45121 Essen gegen Übersendung eines freigemachten, rückadressierten Umschlages (DIN A 4) bezogen werden kann.

Zur Rekonstruktion der äußeren Ansichten der Walkmühle wurden historische Ansichten, die im 19. und zum Teil erst im 20. Jahrhundert entstanden sind, herangezogen. Vor allem einige im Krupp Archiv erhaltene Darstellungen lieferten gute Ansätze für eine Modellierung des äußeren Erscheinungsbildes der Anlage.
Wesentlich schwieriger und spekulativer ist aber die hier ebenfalls gewagte Rekonstruktion eines Blickes in das Innere des Hammergebäudes.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
+49 201 8861806
weitere Informationen (Sprechzeiten, Anschrift, Dienstleistungen...)

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