Stadtarchäologie - Fund des Monats September 2011

Spuren des 1. Jahrtausends vor Christus im neuen Universitätsviertel?

Bereits in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts fanden auf dem Areal des neuen Universitätsviertels beachtliche Bodeneingriffe statt. Dabei wurden nicht nur der Oberboden, sondern teilweise auch darunter liegende Erdschichten entfernt.
Erst in über 2,50 m Tiefe kamen deshalb Spuren der Vorgeschichte zu Tage, die zum Teil sogar metallzeitlich - also bronze- oder eisenzeitlich - sein können.
Ob es sich bei den Befunden um Überreste eines Gräberfeldes oder - was wesentlich wahrscheinlicher ist - um so genannte Siedlungsbefunde handelt, konnte nicht sicher geklärt werden. Eine dieser Gruben war immerhin noch etwa 2,5 m lang, 1,0 m breit und 0,60 m tief erhalten. Bei dieser und anderen nachgewiesenen Gruben könnte es sich um so genannte Lehmentnahmegruben handeln. Den Lehm benötigte man beispielsweise zum Hausbau. Da das Gelände zur historischen Innenstadt hin in der Vergangenheit recht sumpfig war, besteht die Vermutung, dass die entdeckten Gruben am Rande einer unbekannten und anscheinend bereits zerstörten Siedlung bestanden haben. Die eigentlichen fundführenden Schichten dürften bereits in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zerstört worden sein.
Siedlungsbefunde und Funde, die vermutlich ebenfalls aus der Bronze- oder Eisenzeit stammen, wurden beispielsweise in der Essener Innenstadt 1992, unweit des Essener Münsters, entdeckt.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
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