Stadtarchäologie - Fund des Monats November 2015

Ein uralter Fund überrascht

Vor über vierzig Jahre gab es zwischen Handelshof und Deutscher Post ein Riesenloch für den U-Bahnbau. Darin wurden Überreste des Kettwiger Tores gefunden, aber kein Archäologe war dabei, so dass die Reste des vielleicht wichtigsten Tores der mittelalterlichen Stadt unbemerkt verloren gingen. Nicht ganz: Werner Tölle übergab dem Stadtarchäologen jetzt einen etwa 10 cm hohen kleinen Tontopf aus dem 13. Jahrhundert, einen so genannten Kugeltopf. Der ist vollständig erhalten und wurde zwischen 1972 und 1974 gefunden. Stadtarchäologe Dr. Detlef Hopp: "Das ist nicht nur der älteste, sondern auch der einzige archäologische Fund aus der Zeit des U-Bahn-Baus. Kein Archäologe schaute zwischen 1969 in die vielen Baugruben beim Bau der U-Bahn. Ein riesiger Verlust für die Stadt. Um so spannender ist es, dass der Topf auch noch aus der Zeit stammt, als das Kettwiger Tor erbaut wurde." Zwar wurden im Jahr 2000 Reste des Stadtgrabens in der Lindenallee, in der Nähe des Tores, freigelegt, sie enthielten aber keinen einzigen datierbaren Fund. Vom Kettwiger Tor blieben keine Überreste erhalten.

Der übergebene Fund ist demnach von ganz besonderer Bedeutung.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
+49 201 8861806
weitere Informationen (Sprechzeiten, Anschrift, Dienstleistungen...)

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