Stadtarchäologie - Fund des Monats September 2012

Eine uralte Steinaxt in Kettwig gefunden

Dass der Essener Süden fundträchtig ist, ist seit langem bekannt. Immer wieder werden Spuren aus der Vergangenheit gefunden, die auf eine Besiedlung der Ruhrhöhen seit der Steinzeit schließen lassen. Die fruchtbaren Böden wurden schon seit langer Zeit von Menschen bearbeitet. Allerdings zerstörten auch der Pflug und die Erosion viele der vorgeschichtlichen, bis zu steinzeitlichen Fundplätze. Und deshalb liegen vermutlich viele Funde heute unter meterdicken Auffüllungen der Ruhr verborgen. Schon aus diesem Grund sind bisher kaum alte Funde aus der Ruhr bekannt geworden: Zuletzt geschah das 2004, als bei dem Bau der Kläranlage in Heisingen jungsteinzeitliche Funde in etwa 10 m Tiefe zum Vorschein kamen.

Von Michael Bauer wurde im Juni 2012 ein merkwürdiger Gegenstand aufgelesen, den er aber als Axt erkannte. Er fand die Steinaxt im südlichen Überschwemmungsbereich der Ruhr in Kettwig. Sie ist etwa 15 cm lang und gut ein Pfund schwer. Sie lag zusammen mit anderen Steinen unerkannt an einem Wegesrand. Die Axt ist sehr stark abgerollt - also durch die Ruhr bewegt - und deshalb nur auf den zweiten Blick als solche erkennbar. Allerdings ist noch die Durchbohrung erhalten, in der vor langer Zeit einmal ein Holzstiel steckte; für Archäologen das sichere Zeichen, dass der Fund einmal eine Steinaxt war.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
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