Stadtarchäologie - Fund des Monats Mai 2013

Lag in grauer Vorzeit ein Teich unter dem neuen Hörsaalzentrum?

Im Frühjahr 2013 konnte bei der Begleitung der Baumaßnahmen anlässlich der Errichtung des neuen Hörsaalzentrums Ost an der Gladbecker Straße zunächst die durch andere Maßnahmen bekannte, mehrere Meter mächtige Bahndamm-Aufschüttung aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts festgestellt werden. Diese Aufschüttung erfolgte wahrscheinlich zwischen den 1850er und den späten 1860er Jahren. Darunter fand sich in etwa 4 m Tiefe die alte Geländeoberfläche. Ab etwa 5 m unter der Geländeoberkante konnte eine etwa einen halben bis zu einem Meter mächtige Ablagerung so genannter Seekreide beobachtet werden, die sich in der gesamten Baugrube feststellen ließ. Darunter fanden sich wiederum Feuchtbodensedimente und torfige Ablagerungen. Bei Holzresten, die sich in etwa 6 m Tiefe fanden, also unter der Seekreide, scheint es sich um Mooreiche zu handeln.

Analyse soll Klärung bringen

Bereits vor einigen Jahren wurden in der neuen Grünen Mitte, ebenfalls an einem Gewässer, Spuren menschlicher Tätigkeit gefunden, die etwa in das 1. Jahrtausend vor Christus zurück reichen können. Da jetzt auch gut erhaltenes Holz gefunden wurde, wurden Proben davon an verschiedene Labore gesandt, um in den nächsten Monaten zu erfahren, ob der Teich tatsächlich in das 1. Jahrtausend v. Chr. gehört oder sogar noch älter ist.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
+49 201 8861806
weitere Informationen (Sprechzeiten, Anschrift, Dienstleistungen...)

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