Stadtarchäologie - Fund des Monats November 2013

Überraschung an der Ur-Lembecke

Im Frühjahr 2013 wurden bei der Begleitung der Baumaßnahmen durch den Stadtarchäologen, anlässlich der Errichtung des neuen Hörsaalzentrums Ost, ab etwa 5 m unter der Geländeoberkante eine mächtige Ablagerung so genannter Seekreide beobachtet. Diese war in der gesamten Baugrube zu finden. Im Fund des Monats Mai wurde darüber berichtet.

Darunter fanden sich wiederum Feuchtbodensedimente der "Ur-Lembecke" und torfige Ablagerungen. Jetzt konnte durch die Universität in Köln die Probe aus den ältesten angeschnittenen Schichten des alten Gewässers, ein Bachbett, datiert werden: Die so genannte 14C-Datierung durch das Institut für Ur- und Frühgeschichte erbrachte für die Probe eines Laubholzeses eine Datierung von 9640 vor heute. Damit ist die Probe gut 7600 Jahre alt und stammt aus einer Zeit, in der schon Menschen im Essener Stadtgebiet lebten. Schon 2008 konnte am Limbecker Platz der gleiche Bachlauf, der nach der Eiszeit eher ein Fluss war, angeschnitten werden. Auch damals wurde das Bachbett schon um 9670 vor heute datiert.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
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