Stadtarchäologie - Fund des Monats September 2013

Uralter Mühlenkanal in der Paßstraße in Steele gefunden?

Am 3. Juni legte ein Leck in der Gasleitung in Essen-Steele den Verkehr lahm. Bei den Reparaturarbeiten wurden daraufhin Bruchsteinmauern entdeckt, von denen die Stadtarchäologie durch einen aufmerksamen Bürger erfuhr.

Die archäologische Untersuchung ergab zunächst mehrere Nord-Süd-orientierte Bruchsteinmauern, die zu der Bebauung gehören, die schon auf dem Urkataster von 1822 eingetragen ist. Das ist eigentlich keine Überraschung. Eine dieser Mauern ist allerdings mit 1,20 m auffällig dick, wozu sie gehörte, ist bisher noch unklar.

Unbekannt war aber ein auf etwa sieben Meter Länge verfolgbarer Kanal aus Bruchsteinen, der etwa 0,50 m breit und noch etwa 0,70 m hoch war. Bisher kann vermutet werden, dass dieser Kanal mit der Scheidtmann´schen Mühle in Verbindung steht, die seit dem 14. Jahrhundert an diesem Ort bestand. Er wird aber spätestens aus der Zeit um 1765 stammen, als in Steele das Waisenhaus, die Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung, entstand.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
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