Stadtarchäologie - Fund des Monats Februar 2014

Rätselhafte Holzrinne auf Haus Berge an der Germaniastraße

Auf dem Gelände der ehemaligen Wasserburg Haus Berge in Bochold, dem heutigen Standort der Geriatrischen Tagesklinik, kam es im November und Dezember zu Bodeneingriffen, die von der Stadtarchäologie begleitet wurden.

Erst vor einigen Wochen wurde ein mächtiger, noch etwa 2,20 m langer, 0,30 x 0,30 m messender, angespitzter Holzpfahl aus Eiche gefunden, der aus dem Mittelalter stammen könnte. Er wird zur Zeit in Kiel untersucht.

Jetzt wurde in einem Aushubgraben für Regenrinnen eine hölzerne rinnenartige Konstruktion in etwa 0,40 m Tiefe gefunden. Die Breite des mit einem Holzdeckel versehenen Gerinnes betrug etwa 0,40 m. Auch wenn es naheliegt, zunächst an eine Entwässerungsrinne aus Holz zu denken, ist es möglich, dass es sich bei der Konstruktion, die allerdings nicht vollständig freigelegt werden konnte, um einen so genannten Fischhälterkasten handeln könnte, in dem Fische bis zum Verzehr frisch gehalten wurden; Merkwürdig an der Rinne war, dass sich in ihr mindestens ein senkrecht stehendes Brett befand, dass die Rinne in Kammern unterteilte, wie das auch von anderen Fischhälterkästen des 18. oder 19. Jahrhunderts bekannt ist, die zudem vom Rande von Gewässern überliefert sind. Und, tatsächlich handelte es sich bei Haus Berge einmal um eine Wasserburg, zu der sogar Fischteiche gehörten.

Sehr wahrscheinlich stammt die Holzkonstruktion ebenfalls aus dem 18. oder 19. Jahrhundert.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
+49 201 8861806
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