Stadtarchäologie - Fund des Monats November 2016

Spannendes zwischen Henrietten- und Selmastraße ...

Bei Bodeneingriffen anlässlich der Errichtung von Wohnbebauung und eines Hotelneubaus im Bereich zwischen Selma-, Hache- und Henriettenstraße wurden zwischen Februar und August 2016 bis zu elf Meter mächtige Anschüttungen des 19. Jahrhunderts angetroffen. Unter den Anschüttungen fanden sich eine alte Geländeoberfläche und Hinweise auf einen seit dem Mittelalter begangenen (Hohl-?)Weg und die Limbecke. Spuren dieses Bachs sowie Überreste an ihm liegender mittelalterlicher Wege und Mühlen wurden bereits zwischen 2006 und 2008 beim Bau des Einkaufszentrums Limbecker Platz ausgegraben. Die ältesten Funde im neuen Baugebiet reichen bis in das 9. (!) Jahrhundert nach Christus zurück, also genau in die Zeit, als das freiweltliche Damenstift gegründet wurde.

Auch erscheint es möglich, dass die Aufschüttungen zum Teil mit frühem Bergbau - u.a. in Gestalt einfacher Bergbaugruben (Pingen) - in Zusammenhang stehen. Zudem wurde unter dem genannten Flurstück im vorletzten Jahrhundert intensiv Bergbau betrieben - sowohl oberflächennah, wie auch im Tiefbau (tiefer als 100 m).

Bereits seit dem 16. Jahrhundert wurde südwestlich des betroffenen Bereichs im Bereich der Zeche Fettlappen abgebaut, gesichert ist die Existenz einer Zeche ab 1730. 1764 wird die Zeche unter der Bezeichnung Secretarius-Ak geführt. Diese Zeche wurde 1897 stillgelegt.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
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