Stadtarchäologie - Fund des Monats Februar 2016

Überreste des Alten Krupp´schen Hammerwerks von 1850 entdeckt …

Beim Anlegen der Baugrube für den neuen Erweiterungsbau eines Autohauses an der Altendorfer Straße in Essen wurden im Oktober 2015 innerhalb weniger Tage Nord-Süd- orientierte Fundamentreste aus Beton, Bruchstein- und Ziegelfundamente und technische Befunde freigelegt.
Um 1850 entstand hier das so genannte Hammerwerk der Friedrich Krupp Gussstahlfabrik. Bestandteil dieses Hammerwerks war auch ein so genanntes Bandagenwalzwerk (mit Bandagen bezeichnete man im Krupp-Werk die 1851 entwickelten Radreifen ohne Schweißnaht), das bei Errichtung des Autohauses 2002 erstmals in Ausschnitten untersucht wurde.
Im Zusammenhang mit dem Hammerwerk sind die Überreste mindestens zweier Heizkanäle und mehrere Bruchsteinfundamente gefunden worden.
Von besonderer Bedeutung sind aber die Überreste zweier – leider schlecht erhaltener - Fundamente von Hämmern, die mit Dampfkraft betrieben wurden. Sie wurden in etwa 1,50 m Tiefe gefunden. In einem Fall fanden sich noch neun nebeneinander auf dem Boden liegende, 2,10 m lange und 0,30 m x 0,30 m bis 0,30 m x 0,40 m messende, getränkte Eichenbalken, so dass die Fundamentbreite des alten Hammers etwa 3,00 m x 2,10 m besaß.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
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