Stadtarchäologie - Fund des Monats April 2016

Die Limbecke: ein uraltes Gewässer

Heute erinnert noch der Name des Einkaufszentrums Limbecker Platz an einen alten Bach: die Limbecke. Früher stand hier einmal die Stadtmauer mit dem Limbecker Tor. Bei Baumaßnahmen, auch 2016, zeigte sich der Verlauf und der Einfluss des heute kanalisierten Baches in der Vergangenheit immer wieder. Schon bei dem Bau des Einkaufszentrums zwischen 2006 und 2008 konnten durch die Stadtarchäologie Spuren dieses Baches und ausgegraben werden. Erstaunlich waren die Reste mittelalterlicher Wege und eines Mühlenteichs, die ausgraben wurden. Doch gelang es 2006 auch, das viel ältere Bett der Limbecke in der Baugrube nachzuweisen: Für einen Holzfund erbrachte die 14C-Analyse eine Datierung in die Zeit um 2080 v. Chr., die frühe Bronzezeit. 2008 konnte, in der benachbarten Baugrube sogar ein Knüppeldamm – ein einfacher Weg aus Rundhölzern - aus der Bronzezeit nachgewiesen werden. Noch wesentlich älter waren aber die Spuren der ältesten Limbecke, die sich fanden: 2008 wurden Überreste einer Eiche gefunden, die mit einem Alter von 11000 Jahren eine der ältesten in Nordrhein–Westfalen nachgewiesenen nacheiszeitlichen Eichenfunde überhaupt war. Und auch 2013 wurden die ältesten Schichten der Limbecke erneut – dieses Mal in der Baugrube des neuen Hörsaalzentrums Ost der Universität - angeschnitten. Auch hier waren die untersuchten Hölzer gut 10000 Jahre alt.

Funde dieser Untersuchungen sind übrigens im Einkaufszentrum zu sehen.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
+49 201 8861806
weitere Informationen (Sprechzeiten, Anschrift, Dienstleistungen...)

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