Stadtarchäologie - Fund des Monats Februar 2017

Spuren eines sumpfigen Geländes an der Schützenbahn

2016 wurde das zu Beginn der 1950er Jahre an der Schützenbahn errichtete DGB-Haus abgerissen. Das Areal, das neu bebaut wird, liegt nördlich des mittelalterlichen Steeler Tores und westlich der mittelalterlichen Stadtmauer. Spuren der Stadtmauer fanden sich deshalb bei der Untersuchung der Baugrube durch die Stadtarchäologie nicht, dafür aber Hinweise auf ein sumpfiges Gelände, dass augenscheinlich bis in das 19. Jahrhundert kaum bebaut war.

Folglich reichen wenige Spuren bis in das 19. Jahrhundert zurück. Aufschlussreich waren Beobachtungen auf der Ostseite des zur Stadtmauer gelegenen Areals: Hier fanden sich mächtige Ablagerungen der Berne, die östlich der Stadt floss und im Mittelalter große Teiche mit Wasser versorgte.

Diese Ablagerungen geben nicht nur Aufschluss darüber, weshalb die Fläche bis ins 19. Jahrhundert kaum bebaut war - das Gelände war schlicht zu feucht - sondern auch darüber, wie die mittelalterliche Stadtmauer etwas weiter östlich wohl konstruiert gewesen sein mag: Sie musste hier wohl auf Holzpfählen errichtet werden. Diese Bauweise wurde schon um 1908 am Burgplatz nachgewiesen: Damals fanden sich steinerne, vier Meter starke Fundamente der Stadtmauer, die auf in die Erde eingerammten, unten zugespitzten langen Holzpfählen ruhten.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
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