Stadtarchäologie - Fund des Monats März 2017

Eine eigene Töpferei im mittelalterlichen Essen?

Zwischen dem 30. Juli 2002 bis zum 14. Juli 2003 fanden in der Essener Innenstadt umfangreiche, durch eine Ausgrabungsfirma begleitete, archäologische Untersuchungen statt.

Jetzt wurde das Fundmaterial, von dem ein großer Anteil in das 9. bis 11. Jahrhundert datiert werden kann, im Rahmen eines Seminars am Institut für Archäologische Wissenschaften in Bochum, das Detlef Hopp und Baoquan Song leiten, neu gesichtet.

Von Bedeutung sind "einheimische", mit Rollstempeln verzierte, meist schwarze Kochtöpfe, die zum größeren Teil auch in Essen in dieser Zeit hergestellt wurde. Diese Keramik begegnete auch schon bei Ausgrabungen in der Kettwiger Straße, am Limbecker Platz aber auch in Werden.

Der große Anteil dieser Keramik bei den geborgenen Funden und ihr ähnliches Aussehen machen es wahrscheinlich, dass die Töpfe auch in Essen in einer eigenen Töpferei hergestellt wurden. Als Auftraggeber kämen die Essener Äbtissinnen aber auch die Äbte in Werden in Frage.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
+49 201 8861806
weitere Informationen (Sprechzeiten, Anschrift, Dienstleistungen...)

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