Stadtarchäologie - Fund des Monats Juli 2017

Hoffnungen erfüllten sich nicht: Kaum Spuren aus der Vergangenheit bei zwei Baumaßnahmen in Bredeney

Bei zwei Baumaßnahmen im Bredeneyer Ortskern wurden die Hoffnungen der Archäologen auf ältere Befunde enttäuscht: Beim Aushub einer Baugrube im Süden des Ortes konnten nur noch Feuchtbodensedimente beobachtet werden, die Hinweis auf einen in der so genannten Honigmanns´schen Karte von 1803/06 verzeichneten, größeren Teich geben. Dieser wurde im 19. Jahrhundert verfüllt. Weiter östlich befand sich der Hof "Wüsthof" in Oberbredeney, der als einer der beiden Urhöfe Bredeneys gilt: 1336 vermachte Gottschalk, Rektor der Borner Kirche (Klemensborn) in Werden, die Hälfte des Gutes "Woustenhove apud Bredeneye" dem Werdener Abt. Später gelangte die Abtei vollständig in den Besitz des Hofes, verkaufte den Besitz und erwarb ihn 1474 zurück. 1445 wird er als "hove to Bredeney" und später als "Schulte Westhof" und "Schultenhof" bezeichnet.1901/02 entstand auf dem Areal das Rathaus von Bredeney. Die letzten Hofgebäude waren 1919 bereits abgetragen.

Bei Aushub einer zweiten Baugrube, östlich der B 224, konnte beobachtet werden, dass der Fels hier oberflächennah anstand. Hinweise auf einen bedeutenden und alten Weg, der hier zumindest in der so genannten Honigmann´schen Karte von 1803/06 verzeichnet wird und der demnach durch die Fläche etwa mittig von Südost nach Nordwest verlaufen sein soll, fanden sich aber nicht. Stattdessen wurden nur Baugruben, Gebäudereste und Aufschüttungen des 20. Jahrhunderts beobachtet.

Stadtarchäologie

Herr Dr. Hopp, Detlef
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