Stadtarchäologie - Fund des Monats März 2019

Nach dem Brand auf der Alteburg

Auf der Alteburg hat es am 13. August 2018 gebrannt. Danach wurde die Burganlage, die auf dem Pastoratsberg liegt, mehrfach durch die Stadtarchäologie aufgesucht.

Bei dem in Heidhausen gelegenen Ringwall handelt es sich um die größte und die älteste Burganlage in Essen. Im Osten der Hauptburg befindet sich ein System aus doppeltem Wall mit davor liegendem Graben. Davor liegt die so genannte Vorburg. In diesen Bereichen hatte es gebrannt. Dabei ging allerdings nur altes Gestrüpp, das schon seit den Stürmen Kyrill (2007) und Ela (2014) hier lag, in Flammen auf und nur lose, an der Oberfläche der Wälle liegende Ruhrsandsteinplatten, die einmal zur Steinmauer gehörten, waren dem Feuer ausgesetzt.

Für große Teile der Ringwallanlage ist anzunehmen, dass sie in der Karolingerzeit entstanden. Zwei Gefäßscherben, die in diesem Bereich 2017 gefunden wurden, gehören genau in diese Zeit und können in das 8./9. Jahrhundert datiert werden.

Literatur.: D. Hopp, Essen vor der Geschichte. Die Archäologie der Stadt bis zum 9. Jahrhundert. In: U. Borsdorf (Hrsg.), Essen. Geschichte einer Stadt, (Bottrop/Essen, 2002) S. 20-57. S. 40 f., E. Kahrs, Aus Essens Vor- und Frühgeschichte, in: Essener Beiträge 64 (1949) bes. S. 46 f.; E. Schumacher, Ausgrabungen des Ruhrlandmuseums, Teil I. Die Alteburg in Essen-Werden. Heimatstadt Essen 28, 1978, S. 69-77;

Herr Dr. Hopp, Detlef
+49 201 8861806
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