Stadtarchäologie - Fund des Monats Mai 2019

Ein Einmannbunker in Rüttenscheid

Westlich der Alfredstraße (Rüttenscheid) befindet sich auch heute noch ein sogenannter Einmannbunker. Bei einer Baumaßnahme konnte dieser vor einiger Zeit genauer erfasst werden.

Dieser, nur für eine Person ausgelegte Bunker, besitzt eine sichtbare Höhe von 1,60 m und hat einen Durchmesser von 1,70 m. Die Wandungsdicke des Bunkers beträgt 0,28 m.

Der kleine Schutzbau besteht aus 5 miteinander verschraubten Segmenten und einer Kappe. Die Kappe mit Eisenbügel für den Transport ist an fünf Stellen mit dem bauchigen Körper des Bunkers verschraubt.

Über dem etwa 45 cm breiten Zugang des Einmannbunkers befindet sich eine Überdachung, die unterhalb der Kappe angebracht ist und einen halbkreisförmig angelegten bildet. Eine Tür existierte nicht.

Bekannt sind diese Bunker, die oft Beobachtungsposten im 2. Weltkrieg zum Schutz dienten, unter verschiedenen Bezeichnungen: Beobachtungsbunker, Einmann-Bunker, Einzelschutzraum, Einmannluftschutzbunker oder Splitterschutzzelle. Vergleichbare Anlagen existierten beispielsweise auf dem Krupp-Gelände oder an den Gleisen der Rheinischen Bahn.

Herr Dr. Hopp, Detlef
+49 201 8861806
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