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Coronavirus: Nachbarschaftshilfe für Risikogruppen in Essen

Durch das Coronavirus und die damit verbundenen Auflagen ist der Alltag der Bürgerinnen und Bürger stark eingeschränkt. Insbesondere ältere Menschen ab dem 65. Lebensjahr, nicht-pflegebedürftige Personen über 70 Jahre, die sich zu Hause selbst versorgen, chronisch Kranke, Immungeschwächte und alle mit Vorerkrankungen setzen sich einem erhöhten Risiko aus, wenn sie das Haus verlassen, um alltäglich Dinge zu erledigen. Um diese Menschen zu unterstützen, gibt es im gesamten Stadtgebiet viele engagierte Essenerinnen und Essener, die den Menschen in ihrer Umgebung Hilfe anbieten.

#essenhältzusammen: Videobotschaft von Oberbürgermeister Thomas Kufen

Vermittlung von Hilfsangeboten

Das bürgerschaftliche Engagement wird entsprechend der Bedarfe und Hilfsangebote unter anderem von der Ehrenamt Agentur Essen e. V. organisiert: Dort können sich sowohl Menschen, die Hilfe benötigen, als auch Ehrenamtliche, die ihnen tatkräftig unter die Arme greifen möchten, melden. Stadtteilbezogen werden sie miteinander in Kontakt gebracht. Die Anmeldung ist ganz einfach online auf www.ehrenamtessen.de, telefonisch unter 0201 839149-0 oder per E-Mail an info@ehrenamtessen.de möglich.

Auch der Evangelische Kirchenkreis Essen koordiniert die Vermittlung von Helferinnen und Helfern sowie Menschen aus besonders gefährdeten Gruppen, die sich über Unterstützung freuen. Als Ansprechpartner steht Michael Druen telefonisch unter 0201 2205-244 oder mobil unter 0176 58884702 sowie per E-Mail an michael.druen@evkirche-essen.de zur Verfügung.

Seniorinnen und Senioren haben zudem die Möglichkeit, sich persönlich telefonisch über Unterstützungsmöglichkeiten beraten zu lassen. Dafür steht die Hotline des Pflegestützpunktes beim Amt für Soziales und Wohnen montags bis freitags von 8:30 bis 12:30 Uhr zur Verfügung: Unter der Rufnummer 0201 88-50089 erhalten ältere Menschen Informationen zu ehrenamtlichen Hilfsangeboten und können ihre Fragen rund um Gesundheit und Pflege stellen. Auf www.essen.de/senioren ist zudem eine Vielzahl von Angeboten und Kontaktadressen als Senioren- und Pflegewegweiser hinterlegt.

Diese Angebote können helfen

Um den Alltag zu bewältigen, verlassen Menschen häufig ihre heimische Umgebung. Damit Menschen mit einem erhöhten Risiko, am Coronavirus zu erkranken, zuhause bleiben können, gibt es zahlreiche Dinge, mit denen Ehrenamtliche sie unterstützen können. Dazu zählen beispielsweise der Einkauf im Supermarkt, die Einlösung eines Rezepts in der Apotheke oder weitere Botengänge. Auch mit dem Hund Gassi zu gehen, telefonische Besuchsdienste oder ein Gespräch anzubieten kann in der aktuellen Situation einen wertvollen Beitrag leisten.

Tipps und Ratschläge zum Schutz vor dem Coronavirus

Unabhängig davon, ob die Unterstützungsangebote von Kirchengemeinden, Sportvereinen, Hilfsorganisationen oder als Nachbarschaftshilfe organisiert werden sollten einige Tipps und Ratschläge berücksichtigt werden, damit die Hilfsbereitschaft nicht zur gesundheitlichen Belastung wird:

  • Grundsätzlich verstärkte Hygienemaßnahmen:
    • Möglichst häufig die Hände waschen
    • Husten- und Niesetikette einhalten: In Einmaltaschentuch oder in die Ellenbeuge husten bzw. niesen, nicht in die Hand und niemals in Richtung einer Person. Einmaltaschentücher direkt nach der Verwendung entsorgen.
  • Begleitung bei Spaziergängen: mindestens zwei Meter Abstand halten
  • Zusammentreffen von kleinen Personengruppen sollten unbedingt vermieden werden
  • Bei Begegnungen:
    • Mindestens zwei Meter Abstand zueinander halten
    • Kein Händeschütteln
    • Keine Umarmungen
    • Gründliches Händewaschen beim Betreten einer Wohnung und weitere verstärkte Händehygiene
  • Für Einkäufe gilt:
    • Bestmöglich sollte der Einkauf vor der Haustür abgestellt werden
    • Absprachen zu Einkäufen sollten bestmöglich vor allem telefonisch besprochen werden
  • Medizinisch notwendige Fußpflege und Massagen nach Möglichkeit vermeiden

Tipps und Ratschläge für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer downloaden (pdf, 348 kB) ReadSpeaker

Stadtsparkasse Essen bringt Bargeld nach Hause

Als Risikogruppe ist vielen insbesondere älteren Menschen der Gang zum Geldautomaten in der aktuellen Situation nicht oder nur mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko möglich. Um die zahlreichen Unterstützungsangebote der Ehrenamtlichen, wie die Einkaufsdienste in Anspruch nehmen zu können, sind die Seniorinnen und Senioren sowie weitere besonders gefährdete Personen jedoch auf Bargeld angewiesen. Daher bietet die Stadtsparkasse Essen ihren Kundinnen und Kunden den Service, Bargeld nach Hause zu bringen.

Unter der zentralen Rufnummer 1035000 können sie zweimal im Monat einen Barbetrag von jeweils bis zu 1.500 Euro telefonisch bestellen. Gegen eine Gebühr von 5 Euro wird den Kundinnen und Kunden der gewünschte Betrag am folgenden Tag, montags bis freitags, persönlich zur Wohnung gebracht. Aufgrund der aktuellen Lage kann leider nicht in Altenwohnanlagen und Altenheime geliefert werden.

Die Sparkasse weist darauf hin, dass die Mitarbeitenden keine besondere Uniform tragen, sich aber ausweisen. Eine Geheimzahl ist nicht erforderlich und wird niemals abgefragt. Bei der telefonischen Bestellung sollte die Kontokarte bereit liegen.

#essenhältzusammen: Angebote lokaler Unternehmen

Essen hält zusammen: Unter diesem Motto trägt die EMG – Essen Marketing GmbH auf www.visitessen.de/essenhaeltzusammen Angebote der lokalen Kulturszene, Gastronomie und des Einzelhandels in Zeiten der Corona-Krise zusammen. Vom Blumengeschäft oder der Buchhandlung, die nun einen Lieferservice bieten, bis hin zum virtuellen Ausstellungsrundgang einer Galerie – Bürgerinnen und Bürger können sich auf der Website einen Überblick über die besonderen Services verschaffen, die dazu beitragen sollen, dass die Existenz von lokalen Unternehmen gesichert und Essen weiterhin eine lebenswerte Stadt bleibt.

Vorstellung der Plattform durch Oberbürgermeister Thomas Kufen und Svenja Krämer von der EMG - Essen Marketing GmbH

 
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