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Coronavirus: Näh- und Pflegeanleitung für Behelf-Mund-Nasen-Schutz

Weltweit steigt die Zahl der Krankheitsfälle durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) kontinuierlich an. Auch in Essen werden stetig weitere Infektionen registriert. Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, sind insbesondere eine gute Händehygiene, die Einhaltung der Husten- und Nies-Etikette sowie das Einhalten von 1–2 Metern Abstand zu anderen Personen wichtig. Grundsätzlich sollten soziale Kontakte auch im Interesse der eigenen Gesundheit weitestgehend eingeschränkt werden.

Schutz für Pflegende und Patientinnen und Patienten

Damit vor allem ältere Patientinnen und Patienten sowie Pflegebedürftige geschützt werden, sollten Pflegedienste und pflegende Angehörige einen sogenannten Behelf-Mund-Nasen-Schutz (BMNS) tragen. Dieser kann das Risiko der Übertragung des Coronavirus reduzieren, da er die Verteilung von Tröpfchen verhindert, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen. Da Mund-Nasen-Schutz derzeit kaum erhältlich ist und sehr einfach selbst eine Alternative hergestellt werden kann, stellen die Stadt Essen und die Feuerwehr eine einfache Anleitung dafür zur Verfügung. Sie erklärt die Herstellung schrittweise mithilfe von Bildern.

Hier die Näh- und Pflegeanleitung für Behelf-Mund-Nasen-Schutz (BMNS) downloaden. (pdf, 1539 kB) ReadSpeaker
Die Anleitung steht im rechten Seitenbereich in weiteren Sprachen zum Download zur Verfügung.

Um den Mund-Nasen-Schutz selbst herzustellen, benötigen Bürgerinnen und Bürger kochfeste Baumwolle und einen biegsamen Draht sowie eine Nähmaschine, eine Schere und ein Bügeleisen. Der Mundschutz ist wiederverwendbar und muss dementsprechend nach der Nutzung gewaschen und getrocknet werden. Dieser Behelf-Mund-Nasen-Schutz entspricht nicht dem genormten Mund-Nasen-Schutz, kann aber eine hilfreiche Alternative sein, wenn es im Handel zu Lieferengpässen kommt.

Aktuell werden 15.000 Atemschutzmasken genäht

Als Notfallmaßnahme hat die Stadt Essen die Jugendberufshilfe, die Gesellschaft für Soziale Dienstleistungen (GSE) und andere kleine Organisationen mit Schnittmuster und Stoff versorgt. Sie nähen die Schutzmasken nach der Anleitung, die allen Bürgerinnen und Bürgern kostenfrei zum Download zur Verfügung steht. Darüber hinaus fertigt eine Firma einen Großteil der BMNS, sodass aktuell (Stand 20.03.) insgesamt 15.000 Masken gefertigt werden.

Haftungsausschluss

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Stadt Essen keine Haftung für die Wirksamkeit, die Herstellung oder die sachgerechte Verwendung des Behelfs- Mund-Nasen-Schutzes übernimmt. Jeglicher Schadensersatzanspruch gegenüber der Stadt Essen wegen Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit - unabhängig, ob vom Verwender oder dem jeweiligen Gegenüber - ist ausgeschlossen.

Die Herstellung/Verwendung des Behelfs-Mund-Nasen-Schutzes erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr.

Es wird darauf hingewiesen, dass auf jeden Fall die Hygienevorschriften des Robert Koch-Instituts zu beachten sind.

 
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