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Coronavirus: Schulen und Kitas in Essen

Das Land Nordrhein-Westfalen hat am 4. Mai mit der stufenweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs begonnen. Bereits seit 23. April dürfen Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen für Prüfungen oder Prüfungsvorbereitungen in die Schule. Seit 14. Mai können Kinder stufenweise in die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen zurückkehren.

Die Notbetreuung für Kinder wird vorerst bis 15. Juni fortgeführt, seit dem 23. April in erweiterter Form. Sämtliche Regelungen finden Interessierte im Detail in der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 im Bereich der Betreuungsinfrastruktur (Coronabetreuungsverordnung – CoronaBetrVO).

Stufenweise Wiederaufnahme des Schulbetriebs

Schulbetrieb für Abschlussklassen seit 23. April
Am 23. April wurde der Schulbetrieb an 62 Essener Schulen zunächst für die rund 6.700 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen wieder aufgenommen: für Abiturientinnen und Abiturienten, Schülerinnen und Schüler, die im Sommer den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 oder den Mittleren Schulabschluss erwerben können, Schülerinnen und Schüler bestimmter Klassen an den Berufskollegs und von Abschlussklassen an Förderschulen. So sollten an den weiterführenden Schulen Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen sowie die Vorbereitung auf Abschlüsse ermöglicht werden.

Schulbetrieb in den Grundschulen seit 7. Mai

Am 7. Mai startete der Unterricht für rund 4.700 Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen an den 82 Essener Grundschulen und im Primarbereich der Förderschulen. Seit 11. Mai werden tageweise alle Jahrgänge der Grundschule in einem rollierenden System unterrichtet: Pro Wochentag wird ein Jahrgang unterrichtet, am Folgetag der nächste Jahrgang.

Elternbeiträge für schulische Betreuungsangebote im Juni und Juli

Aus personellen und organisatorischen Gründen kann im Juni neben der noch stattfindenden Notbetreuung an den Schulen keine Offene Ganztagsbetreuung (OGS) oder "8 bis 1"-Betreuung angeboten werden. Daher findet für den Monat Juni zunächst kein Lastschrifteinzug statt. Es wird in Kürze eine formale Entscheidung der politischen Gremien der Stadt Essen dazu getroffen. Auf eine Empfehlung des Ministeriums für Schule und Bildung NRW für die Beitragserhebung für schulische Betreuungsangebote wird derzeit noch gewartet.

Die Stadt Essen plant, ein OGS-Ferienangebot anzubieten, das allerdings in eingeschränktem Umfang stattfinden soll.
Mehr Informationen dazu in der Pressemitteilung der Stadt Essen

Wiederaufnahme des Schulbetriebs in den allgemeinbildenden weiterführenden Schulen seit 11. Mai

Bis zu den Sommerferien sollen möglichst alle Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden weiterführenden Schulen tageweise die Schule besuchen. Präsenzunterricht und Lernen zu Hause wechseln sich ab und sind eng aufeinander abgestimmt.

  • Seit 11. Mai kommen an den Hauptschulen, Realschulen und Sekundarschule neben den Jahrgangsstufen 10 ein bis zwei Jahrgänge im Rahmen eines rollierenden Systems wieder in den Unterricht.
  • Ebenfalls seit 11. Mai sind die Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase 1 der gymnasialen Oberstufen an Gymnasien und Gesamtschulen zurück in den Schulen. In Weiterbildungskollegs kamen die Studierenden des fünften Semesters hinzu, die im Herbst ihre Abiturprüfung ablegen.
  • Seit 26. Mai und bis Ende des Schuljahres kommen an den Schulformen mit gymnasialer Oberstufe Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen im Rahmen der personellen und räumlichen Kapazitäten hinzu.

Die an den Schulen einzuhaltenden Abstandgebote und Hygienevorschriften haben in der Regel zur Teilung von Klassen, Kursen oder Lerngruppen geführt. Zudem werden folgende Vorgaben entsprechend umgesetzt:

  • Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und Schulformen erhalten bis zu den Sommerferien Präsenzunterricht, auch wenn dies nur an einzelnen Tagen möglich ist.
  • Alle Jahrgangsstufen werden dabei je nach Schule in einem vergleichbaren Umfang mit einer Mischung aus Präsenz- und Distanzlernen unterrichtet, beispielsweise durch ein tageweises rollierendes System.
  • Alle Schulen erstellen einen transparenten, verbindlichen Plan zur Beschulung bis zu den Sommerferien.
  • Der Präsenzunterricht an Ganztagsschulen in der Sekundarstufe I wird auf den Vormittag beschränkt. Aus Gründen des Infektionsschutzes findet bis zu den Sommerferien kein Ganztag in der Sekundarstufe I statt.
  • Es erfolgt keine Unterrichtsausdehnung auf den unterrichtsfreien Samstag.

Unterricht an Förderschulen

An den Primarstufen der Förderschulen gilt das selbe Prinzip wie an den Grundschulen. Eine Ausnahme bilden Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung (GE) sowie Körperliche und motorische Entwicklung (KME). An diesen Schulen ruhte der Präsenzunterricht bis 15. Mai.

Seit 11. Mai gilt für die Förderschulen mit anderen Förderschwerpunkten als Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung (GE) sowie Körperliche und motorische Entwicklung (KME) das selbe Vorgehen wie an den weiterführenden allgemeinbildenden Schulen. Bis zum Schuljahresende sollen Lerngruppen aller Jahrgangsstufen in möglichst gleichem Umfang in einem rollierenden System in den Schulen beschult werden.

Abstände, Hygiene und Reinigungen

Eine Grundlage für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs ist das Einhalten eines Mindestabstandes von 1,5 Meter zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und anderen Personen mit Zutritt zum Schulgelände. Ist die Einhaltung des Mindestabstands aufgrund der räumlichen Gegebenheiten ausnahmsweise nicht möglich, ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nötig. Zudem werden die Schulen mit ausreichend Hygieneartikeln wie Seife und Papierhandtücher ausgestattet sowie entsprechende Reinigungsintervalle festgelegt.

FAQ zur Wiederöffnung der Schulen

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs finden Interessierte hier.

Schrittweise Öffnung der Kitas und Tagespflegebetreuung

Kinder bis zum Alter der Einschulung dürfen seit 16. März Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen und sogenannte "Brückenprojekte" nicht mehr betreten. Davon ausgenommen ist die Notbetreuung.

Erste Öffnung am 14. Mai
Seit 14. Mai werden in Essen ca. 1.570 Vorschulkinder aufgenommen, die BuT-Leistungen (Bildungs- und Teilhabepaket) beziehen, sowie rund 530 Kinder mit Behinderung. Benötigt ein Kind eine Integrationsassistenz gehört diese zum Personal, das zur Sicherstellung der Notbetreuung notwendig ist und bleibt vom aktuellen Betretungsverbot ausgenommen. Eine entsprechende Umsetzung für die Betreuung von Kindern in heilpädagogischen Gruppen soll im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten erfolgen.

Zudem können die Kindertagespflegestellenangebote für Kinder, die ihr zweites Lebensjahr vollendet haben, öffnen: Etwa 1.740 Essener Kinder dürfen wieder von ihren Tagesmüttern und -vätern betreut werden. Auch Brückenprojekte, wie frühpädagogische Angebote für Kinder und Familien mit Fluchterfahrung mit rund 230 Plätzen in Essen, können wieder geöffnet werden. Die von Eltern privat organisierte Betreuung ist unter Auflagen ebenfalls wieder möglich. Seit 28. Mai können alle übrigen Vorschulkinder aufgenommen werden, sodass insgesamt rund 5.580 Vorschulkinder in den Kitas wieder von der frühkindlichen Bildung profitieren können werden.

Elternbeiträge im Juni und Juli

Das Land NRW hat empfohlen, für Juni und Juli nur die Hälfte des Beitrags für die Kindertagesbetreuung in Kindertagesstätten und der Kindertagespflege zu erheben. Um dies schneller und unbürokratischer umzusetzen, wird die Stadt Essen die Elternbeiträge im Juni aussetzen, dafür aber im Juli erheben. Die Essensbeiträge erheben die Träger ab Juni wieder.

Eingeschränkter Regelbetrieb ab 8. Juni
Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen hat bekannt gegeben, dass ab 8. Juni und voraussichtlich bis 31. August von der erweiterten Notbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb gewechselt werden soll. Alle Kinder sollen dann in reduziertem Umfang wieder ihre Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege besuchen können – mit reduzierten Betreuungszeiten und in festen Gruppen, die räumlich voneinander getrennt werden sollen. Die aktuelle Notbetreuung soll entsprechend aufgelöst werden. Ebenfalls ab 8. Juni sollen alle Kinder wieder zu ihren Tagespflegepersonen können. In Essen gibt es insgesamt 19.466 Kita-Plätze sowie 2.960 Betreuungsplätze in der Kindertagespflege.

Notbetreuung für Kinder

Das Notbetreuungsangebot in Kitas und Schulen, das bereits seit 23. März besteht, wird laut der aktuell gültigen Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) zunächst bis 15. Juni weiter aufrechterhalten. Es ist für Kinder von Eltern eingerichtet, die bestimmten Berufsgruppen angehören und unabkömmlich sind, sofern eine private Betreuung oder eine flexible Arbeitsgestaltung nicht möglich ist. Eine Notbetreuung ist unabhängig von der beruflichen Situation des anderen Elternteils möglich, sofern eine Betreuung durch diese nicht gewährleistet ist. Sämtliche Tätigkeitsbereiche, die für die erweiterte Notfallbetreuung berücksichtigt werden, können Interessierte hier einsehen.

Seit 27. April wird die Notbetreuung außerdem für Kinder von Alleinerziehenden angeboten, die erwerbstätig sind oder die sich in einer Abschlussprüfung befinden. Zudem kann im Einzelfall die Aufnahme eines Kindes erfolgen, wenn für Eltern oder Kinder eine besondere Härte durch den Wegfall der regelhaften Betreuung entsteht.

Die Notbetreuung ist insbesondere für junge Kinder sowie die Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6 einzurichten. Zeitlich werden von der Notbetreuung montags bis freitags die üblichen Betreuungs- und Unterrichtszeiten sowie die Zeiten der Betreuung im Offenen Ganztag (OGS) abgedeckt.

Die Entscheidung über die Aufnahme in der Schule oder zur Betreuung in einem Kindertagesbetreuungsangebot treffen die Leitungen der jeweiligen Einrichtungen oder die Kindertagespflegestellen. Für die Notbetreuung in der Schule oder Kita ist von den Eltern eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorzulegen:

Für die Notbetreuung in der Schule oder Kita ist von den Eltern eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorzulegen:
Zur Bescheinigung für Notbetreuung Schule
Zur Bescheinigung für Notbetreuung Kita (pdf, 127 kB) ReadSpeaker
Zur Bescheinigung Kita für erwerbstätige Alleinerziehende
Zur Bescheinigung Kita für Alleinerziehende in einer Abschlussprüfung

Auch in Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen, tagesstrukturierenden Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation kann eine Notbetreuung eingerichtet werden, darunter fallen beispielsweise auch Werkstätten für behinderte Menschen.

Info-Telefon zur Notbetreuung

Bei allen Fragen zur Kinder-Notbetreuung für Kitas hilft der Familienpunkt montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr telefonisch unter 0201 88-51777 weiter. Aktuell ist der Familienpunkt für den Publikumsverkehr geschlossen.

 
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