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Wissenswertes zum Thema Ebola

Informationen des Gesundheitsamtes

Das Thema Ebola ist in den Medien zurzeit täglich präsent. Viele Bürgerinnen und Bürger sind beunruhigt über die immer neuen Meldungen über die Krankheit und fragen das Gesundheitsamt um Rat.

Hier die wichtigsten Informationen rund um das Thema „Ebola“:

Was ist Ebola?

Ebola-Fieber ist eine Infektionskrankheit, die durch das Ebola-Virus hervorgerufen wird. Es verläuft nach bisherigem Wissensstand in 50 bis 90 Prozent aller Fälle tödlich.

Die Bezeichnung geht auf den Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongo zurück, in dessen Nähe diese Viren 1976 den ersten allgemein bekannten, großen Ausbruch verursacht hatten.

Seit März 2014 herrscht eine Ebola-Epidemie in Westafrika, zu den besonders stark betroffenen Ländern zählen Guinea, Sierra Leone und Liberia.

Wie äußert sich Ebola?

Die ersten Krankheitszeichen ähneln einem grippalen Infekt. In der Regel beginnt eine Erkrankung mit plötzlichem Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Schmerzen im Oberbauch. Hautausschläge, Bindehautentzündungen, Halsschmerzen und Atemnot können weitere Krankheitszeichen sein. Im weiteren Verlauf kann es zu inneren und äußeren Blutungen kommen. Niere, Leber und andere Organe versagen, was zum Tod führen kann.

Wie therapiert man Ebola?

Als Therapie stehen bislang lediglich Maßnahmen zur Bekämpfung oder Linderung einzelner Krankheitssymptome zur Verfügung. Daher sind die Heilungschancen in Ländern wie Deutschland, in denen Patienten auch intensivmedizinisch betreut werden können höher als in Ländern ohne diese Möglichkeiten.

Wie steckt man sich an?

Die Möglichkeit einer Ansteckung besteht in erster Linie dann, wenn man sich in einem von Ebola-Fieber betroffenem Gebiet aufgehalten hat oder dort Kontakt zu einem an Ebola-Fieber Erkrankten oder Verstorbenen hatte.

Eine Ansteckung ist nur durch Übertragung von Körperflüssigkeiten (Blut, Urin, Schweiß etc.) möglich. Es genügt direkter Hautkontakt mit diesen Körperflüssigkeiten, um sich anzustecken. Eine Übertragung über die Atemluft ist dagegen nicht möglich.

Wie dämmt man Ebola ein/ schützt sich vor Ebola?

Ebola-Epidemien können bereits durch eine Isolierung der Erkrankten und Schutzkleidung für pflegende Angehörige und medizinisches Personal zuverlässig eingedämmt werden.

In Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen anderen Ländern besteht zudem eine Meldepflicht bei Verdacht auf Ebola-Fieber.

Warum breitet sich das Virus in Westafrika so schnell aus?

Das Virus breitet sich in Westafrika so schnell aus, weil dort andere hygienische Verhältnisse herrschen als in Europa. Auch ist enger Kontakt während besonderer Rituale im Rahmen der Totenbestattung (Küssen von Toten, Waschen Verstorbener ohne Schutzkleidung) üblich. Daneben gilt der Verzehr von Fleisch von wilden Tieren, Buschfleisch, als weiterer Ansteckungsherd.

Muss ich auch in Deutschland Angst haben, mich zu infizieren, z.B. durch Flüchtlinge aus den betroffenen Ländern?

Ein "Ausbruch" in Europa ist selbst dann unwahrscheinlich, wenn ein Patient das Virus einschleppen sollte.

Alle deutschen Flughäfen sind informiert. Bei der Einreise von Personen aus den betroffenen Ländern wird besonders auf Krankheitssymptome geachtet. Das Flugpersonal ist angewiesen, bei Beobachtung von Symptomen während des Fluges einen der Flughäfen mit einer Isolierstation anzufliegen.

Sollten Flüchtlinge aus betroffenen afrikanischen Ländern erkrankt sein, würde dies bereits in den entsprechenden zentralen Aufnahmeeinrichtungen des Landes im Rahmen der dort erfolgenden medizinischen Untersuchung auffallen. Dort würden die Flüchtlinge direkt isoliert. Außerdem sind Erkrankte erst ansteckend, wenn ein Fieber ausbricht.

Eine Ansteckung ist überhaupt nur durch Übertragung von Körperflüssigkeiten möglich. In der Regel ist die Krankheit zudem so schwerwiegend, dass Infizierte in kürzester Zeit bettlägerig werden und das Haus nicht mehr verlassen können, so dass kaum die Gefahr besteht noch weitere Menschen anzustecken.

Ist die Stadt Essen auf einen möglichen Ebola-Fall vorbereitet?/ Was wird im Ernstfall getan?

Bereits für den Transport möglicherweise hoch infektiöser Patienten wäre die Feuerwehr Essen mit einem speziellen Bio-Task-Force Infektionsfahrzeug mit einer eigenen Virenverbrennungsanlage gut vorbereitet.

Sollte es in Essen einen Ebola-Verdachtsfall geben, wäre das Westdeutsche Zentrum für Infektiologie am Universitätsklinikum Essen erste Anlaufstelle für eine genaue Diagnose und Erstversorgung. Hier gibt es eine Isolierstation mit einer autonomen Luftversorgung, einer Luftschleuse, ausgebildetes Personal und die nötige Schutzkleidung.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, würde der Ebola-Patient im dafür vorgesehenen regionalen Kompetenzzentrum in Düsseldorf weiter behandelt. Alle Personen, die mit dem Erkrankten Kontakt hatten, werden untersucht.

 
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