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Verbesserung des Übergangs Grundschule - weiterführende Schule

Logo: das Landeswappen des Landes Nordrhein-Westfalen und links daneben steht geschrieben Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Ausgangslage

Spätestens seit den IGLU- und PISA-Studien ist die starke Abhängigkeit von Bildungsteilhabe und Aspekten wie Migrationshintergrund oder schichtspezifischen, sozialen Kriterien bekannt. Der Übergang von der Grundschule in die verschiedenen Formen der weiterführenden Schulen gilt dabei als Schnittstelle, an der sich die Chancenungleichheit besonderes deutlich zeigt.

Die Grundschule ist von einer großen Heterogenität ihrer Schülerschaft geprägt. Dieser Heterogenität wird Rechnung getragen durch Aspekte wie z.B. einer veränderten Schuleingangsphase, einer langjährigen Praxis der individuellen Förderung und eines hohen Anteils an Freiarbeitsphasen und innerer Differenzierung.

Am Ende einer so geprägten Grundschulzeit erfolgt die sogenannte "Empfehlung" durch die Klassenlehrerin/den Klassenlehrer und die Elternwahl für eine bestimmte weiterführende Schule. Bei diesem Übergang ist der Zusammenhang von gewählter Schulform und Schichtzugehörigkeit sehr deutlich. Kinder und Jugendliche aus der oberen Mittelschicht (leitende Angestellte/Beamte) besuchen bei gleicher Begabung und Fachleistung fast dreimal häufiger ein Gymnasium als Kinder aus Arbeiterfamilien.

Das Vorhaben und die Zusammenarbeit

Im Rahmen dieses Handlungsfelds geht es daher vor allem um zwei wesentliche Ziele. Zum einen muss der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule als "Selektionsschnittstelle" des Systems besonders intensiv begleitet werden. Schulleistungen und soziale Faktoren sollten bei Entscheidungen zum Besuch einer Haupt-, Real-, Gesamtschule oder eines Gymnasiums bewusst entkoppelt diskutiert werden. Darüber hinaus gilt es, die guten Ansätze zum Umgang mit Heterogenität, mit individueller Förderung und mit Methoden des selbstständigen und eigenverantwortlichen Lernens, die in vielen Grundschulen erfolgreich eingesetzt werden, verstärkt auch in weiterführenden Schulen zu nutzen und so ein anschlussfähiges Lernen für jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler zu ermöglichen.

In enger Kooperation mit "Lernen vor Ort" werden stadtteilbezogene Projekte und Maßnahmen begleitet, die schulformübergreifend den Austausch zwischen Schulen verbessern und individuelle Maßnahmen für Schülerinnen und Schüler zur Verbesserung des Übergangs in den Blick nehmen.

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