Innenraum der Marktkirche

Im Herzen der Stadt: Die Alte Synagoge

Essens alter Kern, (auch) eine religiöse Geschichte

Es mag immer noch Menschen verwundern, aber Essens Geschichte beginnt weit vor der industriellen Revolution. Nicht aus Kohle und Stahl war die Wiege der Stadt, sondern gebettet in christliche Grundsätze entstand das mittelalterliche Städtchen Asnidi/Assindia aus einem freiweltlichen Damenstift, das bis zu seiner Auflösung 1802 keinem Fürsten, sondern direkt Kaiser und Papst unterstellt war. Noch heute erzählen die Münsterkirche und der Domschatz von einer nunmehr bald 1200jährigen Geschichte.

Alte Synagoge, Markt- und Kreuzeskirche

Unweit der Münsterkirche liegt die Alte Synagoge, die seit ihrem Bau 1913 bis zur Reichspogromnacht 1938 das Zentrum des jüdischen Lebens in Essen war. Im Juli 2010 wird sie als "Haus der jüdischen Kultur" wieder eröffnet.

Ruhe und Einkehr bieten auch zwei weitere Kirchen, die auf dem KULTURPFAD gen Norden liegen: Zum einen die Marktkirche mit ihrem blauen Glasanbau, mit dem sie wie eine "kleine-große" Kathedrale des Lichts wirkt.

Die Kreuzeskirche in der nördlichen Innenstadt ist ein Ort der Begegnung von Glaube, Wissenschaft und Kunst, der wichtige Impulse in die Stadt gibt. Geschichten von Glaubensmut, Verfolgung, ebenso wie Toleranz, Offenheit und Weitblick lassen sich noch heute an diesen Plätzen verorten.