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Geschichte der Essener Philharmoniker

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Städtisches Orchester 1902

Ältestes Bild des Städtischen Orchesters, aufgenommen 1902 im Kruppschen Kasino

Essener Philharmoniker 2005

Essener Philharmoniker 2005 in der Philharmonie
Gruppenfoto in der Philharmonie
Essener Philharmoniker 2005: vor dem Konzert im Einspielraum
Vor dem Konzert im Einspielraum

Vom Bergmusikkorps zum Orchester

Einer der Vorvorgänger der heutigen Essener Philharmoniker war das Bergmusikkorps, das um 1820 beim Bergamt gegründet wurde. Aus den ursprünglich 8, später 24 Mitgliedern und weiteren Amateuren bildete der Vater des Essener Musiklebens, Johann Wilhelm Georg Nedelmann, 1840 den Instrumentalverein. Später hieß der Instrumentalverein Helfersche Kapelle (nach ihrem Leiter Hermann Helfer), ab 1863 Essener Kapelle. 1899 wurden 21 Mitglieder der Kapelle in das neu gegründete Städtische Orchester übernommen. Es zählte 42 Musiker.

Strauss - Mahler - Reger

Das Städtische Orchester Essen, später das Philharmonische Orchester der Stadt Essen, hat den Ruf Essens als Musikstadt wesentlich geprägt. Mit Richard Strauss und seiner "Sinfonia domestica" weihten sie 1904 den Saalbau ein, Gustav Mahler hob 1906 mit ihnen seine sechste Sinfonie aus der Taufe und Max Reger 1913 seine vier Tondichtungen op. 128 nach Bildern von Arnold Böcklin.

100 Musiker aus zwölf Nationen

Heute zählen die Essener Philharmoniker, wie sie sich seit 1984 nennen, 100 Mitglieder aus insgesamt 12 Nationen und spielen mehr als 30 Konzerte pro Saison: Sinfoniekonzerte, Kinder- und Jugendkonzerte sowie Sonderkonzerte, darunter die jährlich stattfindende Unicef-Gala in Zusammenarbeit mit der RWE AG und dem Fernsehsender 3SAT. Unter ihrem derzeitigen Dirigenten Stefan Soltesz wurden sie mehrfach ausgezeichnet. Neben den eigenen Sinfonie- und Chorkonzerten waren Oper, Operette und Ballett von Anfang an ein wichtiges Aufgabengebiet, zunächst im Grillo-, heute im Aalto-Theater.

Nachwuchsförderung

Auch dem Nachwuchs fühlen sich die Essener Philharmoniker verpflichtet. Seit 1999 gibt es die ORCHESTERAKADEMIE, die jungen, professionell ausgebildeten Musikern die Möglichkeit eines zwölfmonatigen Stipendiums bietet.