Neues wagen in Zeiten des digitalen Wandels: Die Stadt Essen richtet einen INQA-Experimentierraum ein

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt. Damit wächst die Notwendigkeit eines agilen und flexiblen Handelns, da die Verwaltungen mit veränderten Anforderungen konfrontiert werden. Es ist Zeit, Neues zu wagen und Räume zu schaffen, in denen öffentliche und private Organisationen und ihre Beschäftigten gemeinsam innovative Arbeitskonzepte und agile Arbeitsmethoden ausprobieren können.

Dazu hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) die Förderrichtlinie "Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel" initiiert. INQA ist eine Initiative, in der sich Verbände und Institutionen der Wirtschaft, Unternehmen, Gewerkschaften, die Bundesagentur für Arbeit, Sozialversicherungsträger sowie Kammern und Stiftungen gemeinsam mit der Politik für eine neue, nachhaltige Arbeitskultur einsetzen (weitere Informationen unter www.inqa.de).

Im Rahmen des Projektes "Experimentierräume in der agilen Verwaltung – AgilKom" fördert INQA die aktive Auseinandersetzung von Organisationen mit den Herausforderungen und Chancen einer sich wandelnden Arbeitswelt. Auch die Stadt Essen beteiligt sich an diesem Projekt.

Das Projekt AgilKom

Mit dem Prozess der digitalen Transformation werden in der öffentlichen Verwaltung neue technologische Grundlagen geschaffen, die die Verwaltungsprozesse grundsätzlich verändern. Im Rahmen des Projekts AgilKom werden bei zwei kommunalen Praxispartnern konkrete Lösungsansätze für diese anstehenden Veränderungsprozesse entwickelt. Neben der Kreisverwaltung Soest ist auch die Stadtverwaltung Essen als Praxispartnerin beteiligt. Die Umsetzung erfolgt mit wissenschaftlicher Begleitung der FOM Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) und der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (OvGU) sowie mit Unterstützung der Personalräte der kommunalen Partner, der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sowie des Deutschen Landkreistages.

Im Rahmen des Projekts werden Methoden des agilen Arbeitens für die Verwaltung adaptiert und in sogenannten Lern- und Experimentierräumen erprobt (weitere Informationen unter www.experimentierräume.de).

Methodik

Zunächst werden strukturelle und gesetzliche Rahmenbedingungen bei den Kommunen identifiziert, die die Agilität im öffentlichen Sektor fördern oder hemmen. Dazu soll die Frage beantwortet werden, welche zentralen Prinzipien der agilen Organisation auf den öffentlichen Sektor übertragen werden können. Die agilen Methoden des Veränderungsmanagements aus anderen Kontexten u. a. Design-Thinking, konstruktive Kontroverse, Szenariomethode, Agile Arena) werden in den "Experimentierräumen" in den öffentlichen Verwaltungen erprobt. Dabei handelt es sich um virtuelle und physische Räume, die für den interdisziplinären, hierarchie- und organisationsübergreifenden Austausch zur Verfügung stehen. Sie ermöglichen die Entwicklung innovativer Ideen, ein gemeinsames Ausprobieren sowie neue Arbeitskonstellationen. Die abschließende Aufarbeitung und laufende Evaluation der Projektergebnisse dienen der Weitergabe und Bereitstellung als Best-Practice-Beispiele für andere Kommunen sowie Landes- und Bundesbehörden.

 
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