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Bürgerforum "Wo wollen wir wohnen" am 17. November 2018

Logo, Schriftzug und Wortmarke: Essen ist gefragt, mit Essener Skyline
Oberbürgermeister Thomas Kufen begrüßt die Teilnehmerinnen des Bürgerforum

Oberbürgermeister Thomas Kufen begrüßt die Teilnehmer/innen des Bürgerforums
Foto: Moritz Leick

Bürgerforum 2018 Eröffnungsdiskussion mit Oberbürgermeister Thomas Kufen und Bürgerinnen und Bürgern

Eröffnungsdiskussion mit Oberbürgermeister Thomas Kufen und Bürgerinnen und Bürgern
Foto: Elke Brochhagen

Bürgerforum 2018 Diskussion in Kleingruppen

Diskussion in Kleingruppen
Foto: Moritz Leick

500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beraten und diskutieren über Wohnbauflächen in Essen

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bevölkerung in Essen stellt sich die Frage "Wo wollen wir wohnen?". 16.500 Wohnungen werden laut der Berechnungen des Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung in den nächsten zehn bis 15 Jahren benötigt. Hierfür gibt es in der Stadt allerdings kein ausreichendes Flächenpotenzial. Für bis zu 9.000 Wohnungen fehlen derzeit noch geeignete Flächen.

Rund 500 Essener Bürgerinnen und Bürger wurden persönlich durch Oberbürgermeister Thomas Kufen zur Teilnahme am Bürgerforum eingeladen. Die Auswahl erfolgte durch ein Losverfahren, repräsentativ nach den Kriterien Geschlecht, Alter, Stadtteil und Staatsangehörigkeit. Alle Bürgerinnen und Bürger hatten somit identische Chancen gezogen zu werden.

Das Bürgerforum beginnt mit der Wissensphase

Pünktlich um 10 Uhr begrüßte Oberbürgermeister Kufen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum 1. Bürgerforum der Stadt Essen. In der Veranstaltung ging es um verschiedene Themen wie Pendler, bezahlbarer Wohnraum, unterschiedliche Wohnformen und die Auswahl von geeigneten Flächen.

Anschließend moderierte Erik Flügge die Fragerunde mit reger Beteiligung des Plenums. Die Statements kurz zusammengefasst:

Bauen oder Pendeln und Staus?
Einerseits gibt es viele Pendler, die ihre Wurzeln und sozialen Kontakte in ihrer Heimatstadt haben, diese nicht aufgeben möchten und die tägliche Fahrt zur Arbeit in Essen in Kauf nehmen. Anderseits ist das Angebot an geeignetem Wohnraum nicht ausreichend. Die Größe der Wohnungen, die Höhe der Mieten, die Anbindung durch den ÖPNV sind hier die wichtigsten Kriterien.

Wohnformen - Bauen in die Höhe oder in die Breite?
Je nach Lage ist der Bau von Hochhäusern ebenso vorstellbar wie die Anlage von Wohnsiedlungen. Familienfreundlich sollen die Wohnungen sein, auch wurden kleine, preiswerte Wohneinheiten für Singles gefordert. Bestehende Bauten in schlechtem Zustand sollen den heutigen Erwartungen angepasst werden, leerstehende Ladenlokale könnten zu Wohnungen umgebaut werden. Auch die Nutzung von Flächen für Parkraum und Straßen wurde in diesem Zusammenhang genannt. Schließlich sollten neue Wohnsiedlungen mit Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf geplant werden.

  • Expertenrunde mit grundlegenden Informationen
    Expertinnen und Experten aus der Stadtverwaltung und Interessenvertretungen sowie aus den politischen Fraktionen geben Informationen zu den folgenden vier Themenfeldern:
    Gruppe A - Statements der Fraktionen
    Gruppe B - Brauchen wir Wohnraum
    Gruppe C - Wie laufen Planverfahren
    Gruppe D - Podiumsdiskussion mit Experten und Interessengruppen

Nach der Mittagspause geht es weiter mit der Informationsphase

In der Informationsphase erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiterführende Informationen zu den potenziellen Flächen. An den Ständen der vertretenen Fachämter konnten sie sich über Potenziale und Hürden der möglichen Flächen informieren und austauschen.

Mit der Rankingphase endet das Bürgerforum "Wo wollen wir wohnen"

In der letzten Phase des Bürgerforums legten die Teilnehmenden eine Priorisierung der Flächen fest. Zur Auswahl standen rund 100 Flächen, die theoretisch für den Wohnungsbau in Frage kommen. Bewertungskriterien für die Beratung sind u.a. Infrastrukturdaten, Umwelt- und Naturschutzfaktoren, Flächengröße etc.

Zum Abschluss wurden die 100 Flächen entsprechend der Priorisierung von 1 bis 5 sortiert und im Stadtplan markiert. Alle Empfehlungsbögen wurden dem Oberbürgermeister unter großem Applaus übergeben.
Im kommenden Frühjahr werden die Ergebnisse in die politischen Gremien eingebracht.