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Informationen zur Anmietung einer eigenen Wohnung für Flüchtlinge und Interessierte

Wer kann eine Wohnung anmieten?

Anerkannte Flüchtlinge und Asylsuchende mit einer guten Bleibeperspektive, die sich länger als 3 Monate in einer Flüchtlingsunterkunft aufhalten, haben unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus die Möglichkeit, sich eine eigene Wohnung anzumieten. Zu den Asylsuchenden mit einer positiven Bleibeperspektive zählen zurzeit Menschen aus Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Eritrea und Somalia; bei Flüchtlingen aus anderen Herkunftsländern wird die Bleibeperspektive im Einzelfall geprüft.

Welche Bedingungen muss eine Wohnung erfüllen?

Grundsätzlich muss eine Wohnung zum Wohnen bestimmt und geeignet sein: Küche, Badezimmer mit Badewanne oder Dusche und Toilette müssen in der Wohnung vorhanden sein. Die Wohnungsgröße muss für die Personenzahl angemessen sein.

Die Höhe der Miete darf folgende Obergrenze (maximale Bruttokaltmiete) nicht überschreiten, damit diese bei den Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts berücksichtigt werden können:

  • 1-Personen-Haushalt: 354,00 Euro
  • 2-Personen-Haushalt: 450,45 Euro
  • 3-Personen-Haushalt: 554,40 Euro
  • 4-Personen-Haushalt: 667,85 Euro
  • 5-Personen-Haushalt: 795,30 Euro
  • 6-Personen-Haushalt: 880,80 Euro
  • 7-Personen-Haushalt: 973,70 Euro
  • 8-Personen-Haushalt: 1.062,60 Euro
  • 9-Personen-Haushalt: 1.146,00 Euro
  • jede weitere Person: 76,40 Euro

Wie ist das Verfahren mit den Behörden?

Die Zustimmung zur Anmietung einer eigenen Wohnung wird für alle Bewohnerinnen und Bewohner der städtischen Übergangswohnheime durch das Amt für Soziales und Wohnen im Team "Wohnungen für Flüchtlinge" geprüft und erteilt.

Zur Prüfung werden folgende Unterlagen benötigt:

  • die vollständig von der Vermieterin oder vom Vermieter ausgefüllte Mieterbescheinigung mit den Angaben zur Wohnung.
    Vermieterbescheinigung (pdf, 1026 kB) ReadSpeaker
  • Kopien des Aufenthaltstitels und, falls vorhanden, des Nationalpasses, des Bewilligungsbescheides der Leistungen vom JobCenter oder des Amtes für Soziales und Wohnen von allen künftigen Bewohnern
  • Die Unterlagen können gemailt werden an Wohnraum-fuer-Fluechtlinge, per Fax an 0201 88-9150237 gesendet oder persönlich während der Öffnungszeiten montags - freitags von 08:30 bis 12:30 Uhr in Raum 28 abgegeben werden.
  • Sobald die Zusage zur Anmietung erteilt wird, kann der Mietvertrag abgeschlossen werden. Eine Kopie ist anschließend vorzulegen.
  • Wird die Leistung einer Kaution gefordert, kann die Kautionsübernahmeerklärung für die Vermietung erteilt oder je nach Art des Leistungsbezug als Darlehen bewilligt werden.
  • Nach dem Einzug ist die Ummeldung beim Bürgeramt oder bei der Ausländerbehörde erforderlich. Hierzu ist die Wohnungsgeberbestätigung des Vermieters oder der Vermieterin vorzulegen.
    Wohnungsgeberbescheinigung (pdf, 760 kB) ReadSpeaker
  • Haushaltsstrom und Heizenergie sind bei den örtlichen Versorgern durch die Bewohner selbst anzumelden. Für die Zahlung des Rundfunkbeitrags kann eine Befreiung beantragt werden.
    Rundfunkbeitrag - Formulare

Welche weitere Unterstützung wird gewährt?

  • Nach Vertragsabschluss kann ein Beihilfeantrag für die Erstausstattung mit Möbeln und Hausrat gestellt werden. Die Höhe richtet sich nach der Personenanzahl, Größe und Ausstattung der Wohnung.
  • Ist die Renovierung der Wohnung erforderlich, muss dies auf der Vermieterbescheinigung vermerkt sein. Für die Renovierung wird ohne weitere Antragstellung eine Beihilfe in Höhe von 2.00 Euro pro Quadratmeter zuzüglich 15.00 Euro Werkzeugpauschale gewährt.

Team Wohnungen für Flüchtlinge - Kontakt und Öffnungszeiten

Kontakt
Telefon: +49 201 88-50351, 88-50352, 88-50353
Fax: +49 201 88-9150237
E-Mail: Wohnraum-fuer-Fluechtlinge

Adresse:
Raum 28, Steubenstraße 53, 45138 Essen

Öffnungszeiten:
Montags bis freitags 08:30 bis 12:30 Uhr