Coronavirus: Beratungsangebote für Bürger*innen

Das Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben den Alltag der Essener*innen stark verändert. Damit verbunden sind Sorgen und Ängste sowie Fragestellungen, denen verschiedene Stellen im Stadtgebiet mit speziellen Beratungsangeboten begegnen.

Bürgertelefon

Ende Februar 2020 hat die Stadt Essen für gesundheitliche Fragen zum Coronavirus ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter 0201 88-88999 erreichbar. Insbesondere Menschen, die Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, oder deren Corona-Warn-App einen Kontakt mit dem Gesundheitsamt empfiehlt, soll mit dem Bürgertelefon schnell geholfen werden.

Bürger*innen, die dem Gesundheitsamt Kontaktpersonen mitteilen müssen, werden gebeten, den Vordruck für Kontaktlisten (pdf, 1040 kB) ReadSpeaker auszufüllen und ihn per E-Mail an kontaktlisten@gesundheitsamt.essen.de oder per Fax an 0201 88 53889 zu senden.

Corona-Info-Mobil

Seit 7. Juni ist das neue Corona-Info-Mobil an unterschiedlichen Tagen und in verschiedenen Stadtteilen in Essen unterwegs. Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamtes, der Stadtteilarbeit des Jugendamtes sowie beispielsweise auch Integrationslotsen beraten über die wichtigen Vorteile einer Schutzimpfung gegen das Coronavirus. Im Gespräch beantworten sie allgemeine Fragen rund um das Thema COVID-19 und die Coronaschutzimpfung, aber auch individuelle Fragen zur Impfung. Es gibt ein Fremdsprachenangebot und Aufklärungs- und Informationsmaterialien stehen in unterschiedlichen Herkunftssprachen zur Verfügung. Essener*innen ab 16 Jahre können zudem direkt über das Corona-Info-Mobil unmittelbar für den nächsten Tag Termine im Impfzentrum Essen buchen.

Die Stadt Essen veröffentlicht die Termine wöchentlich hier auf der Website, wo auch die Informationsmaterialien in verschiedenen Sprachen zum Download bereit stehen.

Für Eltern

Die Essener Familien- und Erziehungsberatungsstellen (cse gGmbH, Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Essen e. V., Diakoniewerk Essen gemeinnützige Jugend- und Familienhilfe GmbH, Impulse e.V. und das Jugendpsychologische Institut der Stadt Essen) sowie die Schulberatungsstelle haben für Eltern unter 0201 88-51033 täglich von 9 bis 16 Uhr eine Hotline zur Verfügung gestellt, unter der sie Kontakt zu verschiedenen Fachkräften aufnehmen können, darunter Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen sowie kinder- und jugendpsychotherapeutische Spezialisten.

Die erfahrenen Berater*innen stehen ihnen für innerfamiliäre Fragen und Problemstellungen zur Verfügung. Sie informieren darüber hinaus auch über Beschäftigungsmöglichkeiten, die Strukturierung des Alltags, Lernen und Hausaufgabenunterstützung. Auch Tipps für Gespräche mit Kindern über die Corona-Erkrankung können dort erfragt werden.

Download: Tipps, um Kinder zu Hause zu beschäftigen (pdf, 1539 kB) ReadSpeaker

Weitere Informationen erhalten Interessierte hier.

Der Distanzunterricht stellt viele Familien vor große Herausforderungen. Die Arbeit, die Betreuung jüngerer Kinder und die Unterstützung der Schulkinder beim Lernen gut unter einen Hut zu bringen, erzeugt oftmals Druck und sorgt bei Eltern für Fragen und Probleme. Um Eltern während des Lockdowns zu unterstützen, bietet das Team der Regionalen Schulberatungsstelle der Stadt Essen für Fragen und Probleme rund um den Distanzunterricht dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr eine Eltern-Hotline an: Telefonisch unter 0201 88-40131 werden sie von geschultem Personal beraten, bei Bedarf auch in englischer Sprache.

Für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche, die in Essen in Not geraten, können sich rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0201 26505-0 beim Jugendamt und dem Diakoniewerk Essen melden. Dort können sie durch die Mitarbeiter*innen Rat, Hilfe und Schutz erhalten. Auch Eltern und Angehörigen, die unmittelbar Rat und Hilfe benötigen,steht die Hotline zur Verfügung.

Was mache ich nach meinem Schulabschluss? Wie komme ich ans Berufskolleg? Was verzögert sich? Auch in Zeiten des Coronavirus stellen sich Jugendliche Fragen, die für ihre Zukunft bedeutsam sind. Da die Jugendberufshilfe Essen (JBH) derzeit nicht wie gewohnt im engen Kontakt mit Jugendlichen zusammenarbeiten kann, hat sie für diese ein Sorgentelefon eingerichtet. Unter der Bereitschaftsnummer 0201 83469-130 sind die Mitarbeiter*innen montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr für Jugendliche da. Für alle, die lieber den schriftlichen Kontakt suchen, steht das Team der JBH per E-Mail an beratungsstelle@jh-essen.de zur Verfügung.

Carsten Bluhm vom Jugendamt stellt das Kinder- und Jugendnottelefon vor (15.05.2020)

Für Senior*innen, Pflegebedürftige und deren Angehörige

Um die besonders gefährdete Risikogruppe der Menschen über 65 Jahre zu schützen, wurden in Essen zahlreiche Einrichtungen und Angebote für Senior*innen geschlossen bzw. abgesagt. Um Ihnen jedoch Beratung zu Fragen rund um Gesundheit und Pflege zu bieten, stehen die Mitarbeiter*innen von Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie und Paritätischer älteren Menschen nach wie vor zur Verfügung. Auch in den Zentren 60plus in allen Stadtbezirken finden unter den erforderlichen Hygienevorschriften weiterhin Beratungen und Aktionen statt.
Zu weiteren Informationen dazu

Zur Zeit kann die Pflegeberatung in den Pflegestützpunkten vor Ort corona-bedingt nicht stattfinden. Rat- und Hilfesuchende zu den Themen "Pflege" und "Älterwerden in Essen" können sich montags bis freitags von 8 Uhr bis 12.30 Uhr telefonisch unter 0201 88 50089 an die zentrale Rufnummer des Pflegestützpunktes beim Amt für Soziales und Wohnen wenden. Dort erhalten Interessierte auch Informationen zu Unterstützungsangeboten. Außerdem finden Sie die Angebote und Informationen zu den Themen auf www.essen.de/senioren.

Die Stadt Essen hat auch wichtige Informationen für pflegende Angehörige und ambulante Pflegedienste zur gezielten und engmaschigen Beobachtung des Gesundheitszustands von Pflegebedürftigen zusammengestellt.

Oberbürgermeister Thomas Kufen wendet sich mit einem Schreiben an alle Bürgerinnen und Bürger der Generation 60+.
Hier der Brief zum Download (pdf, 344 kB) ReadSpeaker

Für Menschen mit Behinderung

Um auch Fragen, die sich speziell für behinderte Menschen ergeben – insbesondere zur Teilhabe am Leben und zum Erhalt ihrer Eigenständigkeit – zu beantworten, bietet das EUTB Trägerbündnis Essen eine Beratung an. Behinderte Menschen und Personen, die von einer Behinderung bedroht sind, können sich montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr telefonisch unter 0201 846763-54 und 0201 846763-55 an die Beratungsstelle wenden. Diese steht Ratsuchenden auch per E-Mail an beratung@eutb-essen.de oder per Fax an 0201 850930-92 zur Verfügung. Bei Bedarf sind die Mitarbeitenden auch mobil erreichbar, unter: 0152 22631056, 0152 29230696 und 0173 4400510.

Für Familien und Frauen in Notlagen

Die durch das Coronavirus bedingten Einschränkungen des täglichen Lebens stellen die Bürger*innen vor neue Herausforderungen. Um die Gewalt in Familien bzw. gegen Frauen möglichst gering zu halten, gibt es zahlreichen Unterstützungsangebote. So finden Frauen auf der Website der Gleichstellungsstelle der Stadt Essen eine Übersicht über Beratungsstellen und Hilfsangebote. Zudem finden Männer dort den Link zu einem "Survival Kit", das sie darin unterstützen soll, in Drucksituationen nicht die Kontrolle zu verlieren.

Für Männer

Männer, die von Gewalt betroffen sind – von häuslicher und sexualisierter Gewalt bis hin zu Stalking oder Zwangsheirat – können sich telefonisch unter 0800 12399-00 melden. Das Hilfetelefon wurde vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und vom Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales ins Leben gerufen. In Nordrhein-Westfalen wird es von dem Verein man-o-man e. V. in Bielefeld umgesetzt. Es ist montags bis donnerstags von 9 bis 13 Uhr und 16 bis 20 Uhr sowie freitags von 9 bis 15 Uhr erreichbar. Das Beratungsangebot steht Betroffenen auch per E-Mail an beratung@maennerhilfetelefon.de sowie online auf www.maennerhilfetelefon.de zur Verfügung.

Für Menschen mit Sorgen und Depressionen

Sorgentelefon des LVR-Klinikums Essen
Der durch das Coronavirus veränderte Alltag ist für viele Bürger*innen sehr belastend: Sie müssen mit neuen Herausforderungen umgehen, beschäftigen sich beispielsweise mit gesundheitlichen oder finanziellen Sorgen und vermissen den Kontakt zu Familie und Freunden. Dies kann unter anderem zu Stimmungsschwankungen und weiteren psychosomatischen Beschwerden führen. Als Hilfe und Unterstützung für die Bewältigung dieser schwierigen persönlichen Situation bietet das LVR-Klinikum Essen eine Hotline an: Betroffene erreichen sie montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter 0201 438-755200 und können sich von den Mitarbeiter*innen helfen und beraten lassen.
Download: Flyer zum Beratungsangebot des LVR-Klinikums Essen (pdf, 268 kB) ReadSpeaker
Weitere Informationen auf www.cope-corona.de.

Sorgentelefon des LVR-Kompetenzzentrums Migration
Das LVR-Kompetenzzentrum Migration bietet ein Sorgentelefon in mehreren Sprachen an: für Menschen, die aufgrund der Corona-Krise Ängste oder psychische Probleme entwickeln. Sie erreichen es donnerstags von 13 bis 14 Uhr unter 02162 96-4925. Die Ansprechpartner*innen sprechen Bosnisch, Englisch, Französisch, Kroatisch, Russisch, Serbisch und Türkisch.

Rat und Hilfe für Menschen mit Depressionen
Von Depressionen Betroffene und Angehörige benötigen auf unterschiedlichen Ebenen Beratung, Unterstützung und Hilfen. Wichtige Adressen von regionalen Hilfs- und Unterstützungsangeboten aus dem Stadtgebiet hat das Essener Bündnis gegen Depression e.V. (EBGD) zusammengestellt: zur Website des EBGD.

Für Verbraucher*innen

In der Essener Beratungsstelle bietet die Verbraucherzentrale NRW wieder persönliche Beratung an, jedoch nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Verbraucher*innen können sich dazu telefonisch unter 0201 649574-01 oder über das Kontaktformular auf www.verbraucherzentrale.nrw/essen melden. Bürger*innen können sich mit ihren Anliegen weiterhin telefonicsh oder per E-Mail an essen@verbraucherzentrale.nrw an die Mitarbeiter*innen der Verbraucherzentrale in Essen wenden. Sie sind montags und mittwochs von 9–13 Uhr und 14-17 Uhr, donnerstags von 10–13 Uhr und 14-19 Uhr sowie freitags von 9-14 Uhr erreichbar.

Zusätzlich steht die landesweite Hotline der Verbraucherzentrale für Fragen zu Verbraucherrechten rund um die Folgen der Corona-Pandemie montags bis freitags (außer an Feiertagen) von 9 bis 15 Uhr unter der Rufnummer 0211 3399-5845 zur Verfügung.

Wissenswertes zum Verbraucheralltag in Zeiten der Coronakrise finden Interessierte auf www.verbraucherzentrale.nrw/corona.

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