Coronavirus: Beratungsangebote für Bürger*innen

Das Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben den Alltag der Essener*innen stark verändert. Damit verbunden sind Sorgen und Ängste sowie Fragestellungen, denen verschiedene Stellen im Stadtgebiet mit speziellen Beratungsangeboten begegnen.

Bürgertelefon

Ende Februar hat die Stadt Essen ein Bürgertelefon eingerichtet, um Bürger*innen rund um das Coronavirus zu informieren. Es ist montags bis samstags von 9 bis 15 Uhr unter der Rufnummer 0201 123-8888 erreichbar.

Personen, die aus Risikogebieten zurück nach Essen kommen, sind aufgerufen, sich umgehend beim Bürgertelefon zu melden, damit das Gesundheitsamt informiert wird und gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen kann.

Für Eltern

Die Essener Familien- und Erziehungsberatungsstellen (cse gGmbH, Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Essen e. V., Diakoniewerk Essen gemeinnützige Jugend- und Familienhilfe GmbH, Impulse e.V. und das Jugendpsychologische Institut der Stadt Essen) sowie die Schulberatungsstelle haben für Eltern unter 0201 88-51033 täglich von 9 bis 16 Uhr eine Hotline zur Verfügung gestellt, unter der sie Kontakt zu verschiedenen Fachkräften aufnehmen können, darunter Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen sowie kinder- und jugendpsychotherapeutische Spezialisten.

Die erfahrenen Berater*innen stehen ihnen für innerfamiliäre Fragen und Problemstellungen zur Verfügung. Sie informieren darüber hinaus auch über Beschäftigungsmöglichkeiten, die Strukturierung des Alltags, Lernen und Hausaufgabenunterstützung. Auch Tipps für Gespräche mit Kindern über die Corona-Erkrankung können dort erfragt werden.

Download: Tipps, um Kinder zu Hause zu beschäftigen (pdf, 1539 kB)

Weitere Informationen erhalten Interessierte hier.

Für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche, die in Essen in Not geraten, können sich rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0201 26505-0 beim Jugendamt und dem Diakoniewerk Essen melden. Dort können sie durch die Mitarbeiter*innen Rat, Hilfe und Schutz erhalten. Auch Eltern und Angehörigen, die unmittelbar Rat und Hilfe benötigen,steht die Hotline zur Verfügung.

Was mache ich nach meinem Schulabschluss? Wie komme ich ans Berufskolleg? Was verzögert sich? Auch in Zeiten des Coronavirus stellen sich Jugendliche Fragen, die für ihre Zukunft bedeutsam sind. Da die Jugendberufshilfe Essen (JBH) derzeit nicht wie gewohnt im engen Kontakt mit Jugendlichen zusammenarbeiten kann, hat sie für diese ein Sorgentelefon eingerichtet. Unter der Bereitschaftsnummer 0201 83469-130 sind die Mitarbeiter*innen montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr für Jugendliche da. Für alle, die lieber den schriftlichen Kontakt suchen, steht das Team der JBH per E-Mail an beratungsstelle@jh-essen.de zur Verfügung.

Carsten Bluhm vom Jugendamt stellt das Kinder- und Jugendnottelefon vor (15.05.2020)

Für Senior*innen, Pflegebedürftige und deren Angehörige

Um die besonders gefährdete Risikogruppe der Menschen über 65 Jahre zu schützen, wurden in Essen zahlreiche Einrichtungen und Angebote für Senior*innen geschlossen bzw. abgesagt. Um ihnen jedoch weiterhin eine Beratung zu Fragen rund um Gesundheit und Pflege zu bieten, stehen die Mitarbeiter*innen von Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie und Paritätischer älteren Menschen nach wie vor zur Verfügung.

Auch für Pflegebedürftige und deren Angehörige hat sich die Situation in der stationären und in der ambulanten Pflege verändert. Alle Rat- und Hilfesuchenden können sich montags bis freitags von 8:30 bis 12:30 Uhr unter 0201 88-50089 mit ihren Anliegen an die zentrale Telefonnummer des Pflegestützpunktes beim Amt für Soziales und Wohnen wenden. Dort erhalten sie Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten.

Die Stadt Essen hat auch wichtige Informationen für pflegende Angehörige und ambulante Pflegedienste zur gezielten und engmaschigen Beobachtung des Gesundheitszustands von Pflegebedürftigen zusammengestellt. Mehr Informationen dazu und weitere Angebote auf www.essen.de/senioren.

Oberbürgermeister Thomas Kufen wendet sich mit einem Schreiben an alle Bürgerinnen und Bürger der Generation 60+.
Hier der Brief zum Download (pdf, 344 kB)

Für Menschen mit Behinderung

Um auch Fragen, die sich speziell für behinderte Menschen ergeben – insbesondere zur Teilhabe am Leben und zum Erhalt ihrer Eigenständigkeit – zu beantworten, bietet das EUTB Trägerbündnis Essen eine Beratung an. Behinderte Menschen und Personen, die von einer Behinderung bedroht sind, können sich montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr telefonisch unter 0201 846763-54 und 0201 846763-55 an die Beratungsstelle wenden. Diese steht Ratsuchenden auch per E-Mail an beratung@eutb-essen.de oder per Fax an 0201 850930-92 zur Verfügung. Bei Bedarf sind die Mitarbeitenden auch mobil erreichbar, unter: 0152 22631056, 0152 29230696 und 0173 4400510.

Für Familien und Frauen in Notlagen

Die durch das Coronavirus bedingten Einschränkungen des täglichen Lebens stellen die Bürger*innen vor neue Herausforderungen. Um die Gewalt in Familien bzw. gegen Frauen möglichst gering zu halten, gibt es zahlreichen Unterstützungsangebote. So finden Frauen auf der Website der Gleichstellungsstelle der Stadt Essen eine Übersicht über Beratungsstellen und Hilfsangebote. Zudem finden Männer dort den Link zu einem "Survival Kit", das sie darin unterstützen soll, in Drucksituationen nicht die Kontrolle zu verlieren.

Für Männer

Männer, die von Gewalt betroffen sind – von häuslicher und sexualisierter Gewalt bis hin zu Stalking oder Zwangsheirat – können sich telefonisch unter 0800 12399-00 melden. Das Hilfetelefon wurde vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und vom Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales ins Leben gerufen. In Nordrhein-Westfalen wird es von dem Verein man-o-man e. V. in Bielefeld umgesetzt. Es ist montags bis donnerstags von 9 bis 13 Uhr und 16 bis 20 Uhr sowie freitags von 9 bis 15 Uhr erreichbar. Das Beratungsangebot steht Betroffenen auch per E-Mail an beratung@maennerhilfetelefon.de sowie online auf www.maennerhilfetelefon.de zur Verfügung.

Für Menschen mit Sorgen und Depressionen

Sorgentelefon des LVR-Klinikums Essen
Der durch das Coronavirus veränderte Alltag ist für viele Bürger*innen sehr belastend: Sie müssen mit neuen Herausforderungen umgehen, beschäftigen sich beispielsweise mit gesundheitlichen oder finanziellen Sorgen und vermissen den Kontakt zu Familie und Freunden. Dies kann unter anderem zu Stimmungsschwankungen und weiteren psychosomatischen Beschwerden führen. Als Hilfe und Unterstützung für die Bewältigung dieser schwierigen persönlichen Situation bietet das LVR-Klinikum Essen eine Hotline an: Betroffene erreichen sie montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter 0201 438-755200 und können sich von den Mitarbeiter*innen helfen und beraten lassen.
Download: Flyer zum Beratungsangebot des LVR-Klinikums Essen (pdf, 268 kB)
Weitere Informationen auf www.cope-corona.de.

Rat und Hilfe für Menschen mit Depressionen
Von Depressionen Betroffene und Angehörige benötigen auf unterschiedlichen Ebenen Beratung, Unterstützung und Hilfen. Wichtige Adressen von regionalen Hilfs- und Unterstützungsangeboten aus dem Stadtgebiet hat das Essener Bündnis gegen Depression e.V. (EBGD) zusammengestellt: zur Website des EBGD.

Für Verbraucher

Verbraucher*innen können sich mit ihren Anliegen wieder persönlich an die Mitarbeiter*innen der Verbraucherzentrale in Essen wenden. Nach vorheriger Terminvereinbarung sind Beratungsgespräche vor Ort möglich: Telefonisch unter 0201 649574-01 oder über das Kontaktformular unter www.verbraucherzentrale.nrw/essen können Verbraucher*innen einen Termin abstimmen und ihre Anliegen formulieren. Das Team hilft bei Fragen zum Umgang mit Anbietern, beispielsweise mit Tickethändlern, Reiseveranstaltern oder Einzelhändlern. Auch die Schuldnerberatung erfolgt unter der Rufnummer 0201 649574-05 wieder im persönlichen Gespräch – nach Terminvereinbarung.

Zusätzlich steht die landesweite Hotline der Verbraucherzentrale für Fragen zu Verbraucherrechten rund um die Folgen der Corona-Pandemie montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter der Rufnummer 0211 3399-5845 zur Verfügung. Unabhängig von der Tageszeit können Bürger*innen zudem das Kontaktformular unter nutzen.

Wissenswertes zum Verbraucheralltag in Zeiten der Coronakrise unter www.verbraucherzentrale.nrw/corona.

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