Coronavirus: Informationen für Ein- und Rückreisende

Die Stadt Essen empfiehlt Bürger*innen, sich vor Reiseantritt gut über die aktuellen Entwicklungen in Zusammenhang mit den Coronavirus zu informieren. Auf der städtischen Themenseite zum Coronavirus finden Interessierte umfangreiche Informationen übersichtlich aufbereitet. Darüber hinaus erfahren sie mehr zu Empfehlungen, Reise- und Sicherheitshinweisen bei Auslandsreisen auf der Website des Auswärtigen Amts auf www.auswaertiges-amt.de/ReiseUndSicherheit.

Sämtliche aktuellen Regelungen für Ein- und Rückreisende finden Interessierte in der Coronaeinreiseverordnung NRW, die bis vorerst 30. September gilt.

Um das Risiko der Einschleppung von Infektionen mit dem Coronavirus aus dem Ausland durch Reisende zu minimieren, müssen sich Reiserückkehrende aus Risikogebieten kostenfrei auf das Coronavirus testen lassen. Für die Testungen sind die Kassenärztlichen Vereinigungen zuständig, die einen entsprechenden Rahmenvertrag abgeschlossen haben. Die Testpflicht für Reisende aus Risikogebieten besteht seit 8. August.

Die Tests für Rückkehrende aus Nicht-Risikogebieten, die sich freiwillig testen lassen konnten, sind seit 15. September nicht mehr kostenfrei. Für Einreisende, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, gilt seit dem 15. September, dass sie innerhalb von zehn Tagen nach Einreise einen Anspruch auf kostenlose Testung haben.

14-tägige Quarantänepflicht für Ein- und Rückreisende aus Risikogebieten

Personen, die aus dem Ausland nach Nordrhein-Westfalen einreisen und sich innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich für zwei Wochen in Quarantäne begeben. Dies gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes deutsches Bundesland eingereist sind.

Als Risikogebiete gelten Staaten und Regionen, die zum Zeitpunkt der Einreise ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus aufweisen. Sie werden vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen und sind auf www.rki.de/covid-19-risikogebiete einsehbar.

Maßgeblicher Zeitpunkt für die Quarantänepflicht ist die Einstufung als Risikogebiet bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland.

Beispiel: Frau X fährt vom 12. bis zum 14. September nach Nordholland. Am 14. September reist sie wieder nach Deutschland ein. Am 16. September wird Nordholland zu einem Risikogebiet erklärt. Für Frau X besteht weder eine Quarantäne- noch eine Testpflicht. Anders als bei Herrn Y, der erst am 16. September zurückgekehrt ist.

Meldung beim Gesundheitsamt

Reiserückkehrer*innen aus Risikogebieten sind in Nordrhein-Westfalen dazu verpflichtet, sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden: In Essen ist dies telefonisch unter 0201 123-8888 über das Bürgertelefon möglich. Alternativ können Essener*innen das Online-Formular auf www.essen.de/corona_reiserückkehr_formular nutzen: Unter Angabe ihres Reiselandes und ihrer Reisedauer können sie damit mitteilen, dass sie sich in die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne begeben oder ein Attest über ein negatives Corona-Testergebnis übermitteln, um sich beim Gesundheitsamt von der Quarantänepflicht freistellen zu lassen.

Die Verpflichtung zur Meldung beim Gesundheitsamt kann auch durch das ordnungsgemäße Ausfüllen einer Aussteigekarte und deren Abgabe an den Beförderer erfüllt werden.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht – unter anderem mit negativem Coronatest

Es gibt auch Ausnahmen von der Quarantänepflicht, die die Coronaeinreiseverordnung benennt. Dazu zählen beispielsweise Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren.

Auch Ein- und Rückreisende aus Risikogebieten, die eine negative Testung auf das Coronavirus vorweisen können, sind von der Quarantänepflicht ausgenommen. Das entsprechende ärztliche Zeugnis kann in Papier- oder digitaler Form in deutscher oder in englischer Sprache erfolgen. Die Testung darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen durch das Robert Koch-Institut veröffentlichten Staat vorgenommen worden sein. Die 48-Stunden-Frist beginnt mit dem Zeitpunkt der Feststellung des Testergebnisses.

Eine Testung auf das Coronavirus kann auch nach der Einreise erfolgen, beispielsweise in einem Testzentrum am Flughafen. Bis zum Erhalt eines negativen Ergebnisses gilt auch für diese Personen die Quarantänepflicht, die nur das zuständige Gesundheitsamt aufheben kann.

Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten

Seit 8. August gilt die Verordnung zur Testpflicht von Einreisenden aus Risikogebieten des Bundesministeriums für Gesundheit. Demnach müssen Personen, die nach Deutschland einreisen und sich in den 14 Tagen davor in einem Risikogebiet aufgehalten haben, auf Anforderung des Gesundheitsamts oder sonstiger vom Land bestimmter Stellen entweder ein negatives Testergebnis auf das Coronavirus nachweisen oder innerhalb von 14 Tagen nach der Einreise einen Test machen.

Das entsprechende ärztliche Zeugnis kann in deutscher oder englischer Sprache erfolgen. Die Testung darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen durch das Robert Koch-Institut veröffentlichten Staat vorgenommen worden sein.

Die Testpflicht gilt nicht für Personen, die ohne Zwischenaufenthalt nur durch ein Risikogebiet durchgereist sind oder die aufgrund einer landesrechtlich vorgesehenen Ausnahme an ihrem Wohnsitz oder ihrem ersten sonstigen Aufenthaltsort keiner Quarantänepflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet unterliegen. Bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses sind Reiserückkehrer*innen aus Risikogebieten verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben.

Reiserückkehrer*innen aus Risikogebieten können sich unter anderem an den nordrhein-westfälischen Flughäfen Düsseldorf (DUS), Köln/Bonn (CGN), Dortmund (DTM) und Münster/Osnabrück (FMO) auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Dafür fallen keine Kosten an und das Ergebnis ist innerhalb von drei Tagen online einsehbar.

Hier können sich Rückkehrende testen lassen

Essener Bürger*innen können die Testungen an entsprechenden Teststationen an Flughäfen und Bahnhöfen sowie beim niedergelassenen Ärzt*innen durchführen lassen. Eine vorherige telefonische Ankündigung wird empfohlen.

Zuständig für die Testungen sind die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVNO), die einen Rahmenvertrag über die Testungen abgeschlossen haben. Unter der Rufnummer 116 117 erfahren Einreisende, wo sie in Wohnortnähe einen Test machen können.

Weitere Informationen der KVNO

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