Coronavirus: Informationen für Reisende

Die Stadt Essen empfiehlt Bürger*innen, sich vor Reiseantritt gut über die aktuellen Entwicklungen und Regelungen in Zusammenhang mit den Coronavirus zu informieren. Seit 1. August gilt deutschlandweit die Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV). Sie bezieht sich auf ausländische Risikogebiete, nicht aber auf innerdeutsche Regionen mit erhöhten Infektionszahlen.

Als Einreise gilt die Überschreitung der Grenze der Bundesrepublik Deutschland (BRD) auf dem Land-, Wasser- oder Luftweg aus dem Ausland, bei Einreise durch einen Beförderer, gilt die geplante erste Ankunft mit Ausstiegsmöglichkeit in der BRD. Der Umstieg an einem Flughafen gilt nicht als Einreise.

Im Allgemeinen sind zudem die Bestimmungen zur Quarantäne zu beachten.

Risikogebiete

Das Coronavirus ist international verbreitet. Ein Übertragungsrisiko besteht sowohl in Deutschland als auch weltweit. Aktuelle weltweite Fallzahlen sind auf den Internetseiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) abrufbar. Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene sind auf dem Dashboard sowie in den täglichen Situationsberichten des RKI zu finden.

Seit 1. August wird bei Risikogebieten zwischen Hochrisikogebieten und Virusvariantengebieten unterschieden. Als Hochrisikogebiet gelten Gebiete außerhalb Deutschlands, die eine besonders hohe Inzidenz aufweisen oder für die ein erhöhtes Risiko für eine Corona-Infektion vorliegt, insbesondere aufgrund der dort beobachteten Ausbreitungsgeschwindigkeit oder aufgrund nicht ausreichend vorhandener oder verlässlicher epidemiologischer Daten. Virusvariantengebiete sind außerdeutsche Gebiete, in denen eine bestimmte, in Deutschland noch nicht verbreitete Coronavirus-Variante mit besorgniserregenden Eigenschaften auftritt, bei der relevante Anhaltspunkte dafür vorliegen oder in Bezug auf die noch Ungewissheit besteht, dass bestimmte in der EU zugelassene Impfstoffe oder eine vorherige Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 keinen oder nur einen eingeschränkten Schutz gegenüber dieser Variante aufweisen oder sie andere ähnlich schwerwiegende besorgniserregende Eigenschaften aufweist, insbesondere weil sie schwerere Krankheitsverläufe oder eine erhöhte Mortalität verursacht.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und wird durch das Robert Koch-Institut auf www.rki.de/risikogebiete veröffentlicht.

Einreiseanmeldung

Nach Deutschland einreisende Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum geplanten Zeitpunkt der Einreise als Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, müssen vor der Einreise auf www.einreiseanmeldung.de eine digitale Einreiseanmeldung vornehmen und Angaben zu ihren Aufenthalten der letzten zehn Tage machen. Die Reisenden erhalten abschließend eine Bestätigung in Form einer PDF-Datei ohne die eine Beförderung nicht erfolgen kann. Vor der Beförderung kontrolliert der Beförderer diese in der Regel, außer im grenzüberschreitenden Eisenbahn- oder Kurzstreckenseeverkehr aus einem Risikogebiet, wo dies auch während der Beförderung erfolgen kann.

Alternativ können Personen bei der Einreise eine vollständig ausgefüllte schriftliche Ersatzanmeldung in Papierform dabei haben und vorzeigen. Dafür steht ein Musterformular auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums zum Download zur Verfügung.

Ausnahmen von der Anmeldepflicht gelten beispielsweise bei Durchreisen ohne Zwischenaufenthalt oder für den "kleinen Grenzverkehr‘" – also bei einem Aufenthalt unter 24 Stunden. Sämtliche Ausnahmen sind in Paragraph 6 der Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundesgesundheitsministeriums geregelt.

Quarantäne

Die Quarantänepflicht gilt vorerst bis 30. September. Einreisende, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, müssen sich sofort nach der Einreise und auf direktem Weg auf eigene Kosten für zehn Tage in Quarantäne begeben. Einreisende aus Virusvariantengebieten müssen 14 Tage in Quarantäne. Während der Quarantäne dürfen die Betroffenen keinen Besuch empfangen und müssen das Gesundheitsamt sofort informieren, wenn sie typische Symptome einer Coronavirus-Infektion entwickeln.

Für Genesene, Geimpfte oder Getestete endet die Quarantäne vor dem Ablauf von zehn Tagen, wenn sie ihren Genesenen-, Impf- oder Testnachweis über das Einreiseportal online auf www.einreiseanmeldung.de übermitteln. Einreisende aus Hochrisikogebieten dürfen die dafür nötige Testung frühestens fünf Tage nach der Einreise vornehmen lassen und können mit einem Negativtestnachweis die Quarantäne ab dann entsprechend verkürzen. Für Kinder unter 12 Jahren endet die Quarantäne automatisch fünf Tage nach der Einreise.

Die gleichen Regelungen gelten für Einreisende aus Virusvariantengebieten, jedoch nur dann, wenn das betroffene Virusvariantengebiet nach der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland und vor Ablauf der vierzehntägigen Quarantäne als Hochrisikogebiet eingestuft wird, oder Einreisende vollständig mit einem Impfstoff geimpft sind, der laut Robert Koch-Institut gegen die Virusvariante, die zur Einstufung als Virusvariantengebiet führte, hinreichend wirksam ist. Die Quarantäne endet außerdem, wenn das betroffene Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet nach der Einreise in die BRD und vor Ablauf des Quarantänezeitraums nicht mehr als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet eingestuft wird.

Ausnahmen
Die Quarantänepflicht wird für die Dauer der Durchführung eines Tests ausgesetzt. Weitere Ausnahmen gelten beispielsweise bei Durchreisen ohne Zwischenaufenthalt oder für den "kleinen Grenzverkehr‘" – also bei einem Aufenthalt unter 24 Stunden. Ebenso gibt es Ausnahmen für bestimmte Personen und für Personen, für die die zuständige Behörde auf Antrag weitere Ausnahmen bei Vorliegen eines triftigen Grundes gestattet. Sämtliche Ausnahmen sind in Paragraph 6 Absatz 1 und 2 der Coronavirus-Einreiseverordnung geregelt.

Nachweispflicht

Alle Personen ab 12 Jahre müssen bei der Einreise nach Deutschland über einen Testnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Impfnachweis verfügen. Personen ab 12 Jahre, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, müssen bei der Einreise nach Deutschland über einen Testnachweis verfügen; ein Genesenennachweis oder ein Impfnachweis sind in diesem Fall nicht ausreichend.

Ausnahmen von der Nachweispflicht sind in Paragraph 6 Absatz 3 der Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundesgesundheitsministeriums geregelt.

Mehr Informationen über die Nachweise

Testnachweis
Nachweis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Coronavirus-Infektion

  • in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache
  • in verkörperter oder digitaler Form,

wenn die zugrunde liegende Testung

  • in der Bundesrepublik Deutschland oder im Ausland von einem Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung oder im Rahmen einer betrieblichen Testung im Sinne des Arbeitsschutzes durch Personal, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt vorgenommen oder überwacht wurde oder im Ausland von einer nach dem Recht des jeweiligen Staates befugten Stelle vorgenommen oder überwacht wurde, und
  • durch In-vitro-Diagnostika erfolgt ist, die für den direkten Erregernachweis des Coronavirus bestimmt sind, und maximal 48 Stunden oder bei Einreisen aus einem Virusvariantengebiet maximal 24 Stunden zurückliegt; sofern die Testung mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt ist, darf diese maximal 72 Stunden zurückliegen.

Die Stadt Essen hat hier umfangreiche Informationen zu den Coronatests, Teststellen und kostenfreien Testungen für Bürger*innen zusammengefasst.

Genesenennachweis
Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Coronavirus-Infektion

  • in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache
  • in verkörperter oder digitaler Form,

wenn die zugrunde liegende Testung durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt ist und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt.

Impfnachweis
Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vollständigen Schutzimpfung gegen das Coronavirus

  • in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache
  • in verkörperter oder digitaler Form,

wenn die zugrunde liegende Schutzimpfung mit einem oder mehreren vom Paul-Ehrlich-Institut online auf www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen erfolgt ist und

  • entweder aus einer vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet auf www.pei.de/impfstoffe/covid-19 veröffentlichten Anzahl von Impfstoffdosen, die für eine vollständige Schutzimpfung erforderlich ist, besteht und seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind, oder
  • bei einer genesenen Person aus einer verabreichten Impfstoffdosis besteht.

Vorlage- und Übermittlungspflichten

Bei Einreise mit einem Beförderer müssen Reisende diesem auf Anforderung vorab folgende Nachweise zur Überprüfung vorlegen:

  • Einreise aus Hochrisiko-oder Virusvariantengebiet : Bestätigung der digitalen Einreiseanmeldung oder die vollständig ausgefüllte Ersatzmitteilung (siehe weiter oben unter Einreiseanmeldung)
  • Einreise aus Virusvariantengebiet: Testnachweis
  • Einreise aus einem Hochrisikogebiet oder auf dem Luftweg: Testnachweis, Genesenen- oder Impfnachweis

Im grenzüberschreitenden Eisenbahn- oder Kurzstreckenseeverkehr kann die Vorlage der Nachweise auch noch während der Beförderung erfolgen.

Einreisende müssen folgende Nachweise mitführen und auf Anforderung bei einer Überprüfung vorlegen:

  • Einreise mit Voraufenthalt in einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet: Bestätigung der digitalen Einreiseanmeldung oder vollständig ausgefüllte Ersatzmitteilung
  • Einreise aus Virusvariantengebiet: Testnachweis
  • Einreise aus allen sonstigen Gebieten: Testnachweis, Genesenen- oder Impfnachweis

Für Personen, die zur Arbeitsaufnahme einreisen, kann auch der Arbeitgeber oder ein sonstiger Dritter den entsprechenden Nachweis erbringen. Bei Einreisen aus Schengen-Staaten erfolgt eine stichprobenhafte Überprüfung, bei Einreisen aus anderen Staaten erfolgt die Anforderung der Nachweise im Rahmen der Einreisekontrolle.

Bei Nutzung der Ersatzmitteilung anstatt der digitalen Einreiseanmeldung müssen Reisende das vollständig ausgefüllte Formular zur Kontrolle und Überlassung an die zuständige Behörde auf Anforderung dem Beförderer aushändigen, wenn die Einreise mit einem Beförderer aus einem Schengen-Staat erfolgt. Ansonsten an die mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragte Behörde. Erfolgt keine Anforderung im Rahmen der Einreise, müssen Reisende spätestens 24 Stunden nach Einreise entweder eine digitale Einreiseanmeldung nachholen oder die vollständig ausgefüllte Ersatzmitteilung an die zuständige Behörde übermitteln.

Nach Deutschland eingereiste Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Hochrisikogebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben und zur Einreiseanmeldung verpflichtet sind, müssen einen Genesenen-, Impf- oder Testnachweis unverzüglich nach dessen Vorliegen online auf www.einreiseanmeldung.de an die zuständige Behörde übermitteln.Dies gilt auch für Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, wenn das betroffene Virusvariantengebiet nach der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland und vor Ablauf der vierzehntägigen Quarantäne als Hochrisikogebiet eingestuft wird, oder Einreisende vollständig mit einem Impfstoff geimpft sind, der laut Robert Koch-Institut gegen die Virusvariante, die zur Einstufung als Virusvariantengebiet führte, hinreichend wirksam ist.

Für Personen, die zur Arbeitsaufnahme einreisen, kann auch der Arbeitgeber oder ein sonstiger Dritter den entsprechenden Nachweis erbringen.

Beförderungsverbot aus Virusvariantengebieten

Seit 30. Januar gelten weitgehende Einreise- und Beförderungsbeschränkungen aus Virusvarianten-Gebieten nach Deutschland. Unternehmen, die Personen im grenzüberschreitenden Eisenbahn-, Bus-, Flug- oder Schiffsverkehr in die Bundesrepublik Deutschland befördern, ist grundsätzlich die Beförderung von Personen aus einem Virusvariantengebiet nach Deutschland untersagt.

Es gibt jedoch Ausnahmen, die in § 10 Absatz 2 geregelt sind. Dazu zählt die Beförderung von deutschen Staatsangehörigen oder Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland sowie jeweils ihre Ehepartner*innen, Lebensgefährt*innen aus demselben Haushalt und minderjährigen Kinder. Das Beförderungsverbot gilt beispielsweise auch nicht für Personen, die in Deutschland lediglich umsteigen.

Reisewarnung

Die Bundesregierung warnt weiterhin vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in eine Vielzahl an Ländern. Es gilt eine Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen für Länder, die von der Bundesregierung als Hochrisiko- oder als Virusvariantengebiet eingestuft sind. Für Risikogebiete – nicht Hochrisiko- oder Virusvariantengebiete – wird von nicht notwendigen, touristischen Reisen abgeraten, sofern nicht eine sicherheitsrelevante strengere Empfehlung gilt.

Für Länder mit erheblichen Einschränkungen im Reiseverkehr und in der Bewegungsfreiheit wird auch ohne Einstufung als Risikogebiet von nicht notwendigen Reisen abgeraten. Zu besonderer Vorsicht wird für EU-Länder/Regionen, für Schengen-assozierte Länder/Regionen (Schweiz, Norwegen, Liechtenstein, Island) sowie für Drittstaaten ohne Reisebeschränkungen geraten, wenn diese keine Risikogebiet sind oder eine sicherheitsrelevante strengere Empfehlung gilt.

Es gelten die länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweise. Wichtige Informationen erhalten Reisende sowie Pendler*innen auf der Website der Bundesregierung. Sie können zudem Reise- und Sicherheitshinweise auf den Länderseiten des Auswärtigen Amts im Internet einsehen sowie hier beim Auswärtigen Amt.

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