essen.de > Leben in Essen > Kampmannbrücke

Geschichte der Kampmannbrücke

Kampmannbrücke um 1900

Kampmannbrücke um 1900

Zeichnung: Bestandsplan der Kampmannbrücke von 1959

Bestandsplan der Kampmannbrücke von 1959

Die Kampmannbrücke erhielt ihren Namen nach der alteingesessenen Familie Kampmann, die dort seit dem Jahr 1790 eine Ruhrfähre unterhielt. Die Fähre war zunächst Privatbesitz, wurde aber ab 1831 unter Führung des preußischen Staates betrieben. Im Jahre 1884 ging die Fähre in andere Hände über. Letzter Pächter war der Bergmann Kleinscheidt aus Heisingen.

Die Fähre wurde aufgehoben, als der Brennereibesitzer Kampmann von der Königlichen Regierung in Düsseldorf am 13.09.1894 eine auf 40 Jahre befristete Konzession zum Bau und Betrieb einer Schiffsbrücke erhielt.

Seit 13.11.1900 hatte die Straße die Bezeichnung "Ruhrbrücke", seit dem 28.06.1934 Kampmannbrücke.

Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde die Brücke im Jahre 1943 von der "Organisation Todt Einsatz" provisorisch hergestellt.

Zur damaligen Bauweise

Die Jochpfähle I – IV bestanden aus Holzpfählen mit Holzjochen.

Der Überbau bestand aus Walzprofil-Trägern, die Fahrbahnplatte war eine Holzkonstruktion. Durch das Hochwasser im Februar 1946 wurden die Widerlager unterspült und im Sommer des gleichen Jahres durch Stampfbetonfundamente unterfangen und mit Spundwandkästen versehen.

Im Jahre 1950 wurden die Holzpfähle durch Lorenz-Stahlbetonbohrpfähle mit Stahlmantel und die Joche durch Stahlbetonjochbalken ersetzt.

Der Holzüberbauteil wurde abgebrochen und durch eine Stahlbetonverbundkonstruktion unter Verwendung der alten Hauptträger (Walzprofile), die mit Dübeln versehen wurden, ersetzt.

Die Jochpfähle erhielten im Jahre 1951 eine Sicherung oberhalb des Wasserspiegels in Form einer 20 cm starken Stahlbetonplatte (sogenannte Wellenbrecher).

(Quellen: Amt für Straßen und Verkehr der Stadt Essen und Wikipedia)