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Neubau der Kampmannbrücke

Foto: Die neue Kampmannbrücke im Bau

Die Kampmannbrücke nach der Eröffnung.

Foto: Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der Eröffnung der Kampmannbrücke.

Oberbürgermeister Thomas Kufen, Geschäftsbereichsvorstand Simone Raskob und Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel bei der Eröffnung der Kampmannbrücke.

Die von 1950 bis 1951 gebaute Kampmannbrücke in Essen-Kupferdreh, deren Ursprünge bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, erhielt ein neues Gesicht: Die in die Jahre gekommene Brücke wurde abgerissen und durch eine moderne Schrägseilbrückenkonstruktion ersetzt, die die Essener Stadtteile Kupferdreh und Heisingen miteinander verbindet. Die ersten Arbeiten starteten im Sommer 2016.

Umfassende Details zum Baufortschritt der Kampmannbrücke finden Interessierte hier.

Kampmannbrücke wurde am 20. Dezember eröffnet

Nach rund drei Jahren Bauzeit wurde die Kampmannbrücke am Freitag, 20. Dezember 2019, feierlich eröffnet. Oberbürgermeister Thomas Kufen, Geschäftsbereichsvorstand für Umwelt, Bauen und Sport Simone Raskob sowie Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel weihten das Bauwerk offiziell ein und gaben die Brücke symbolisch auf der Mitte der Ruhr-Überführung frei. Interessierte Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um die Ersten zu sein, die die neue Schrägseilbrücke über die Ruhr zu Fuß überqueren.

Mehr zur Eröffnung der Kampmannbrücke

Nach dem Ende der Eröffnungsveranstaltung wurde die Kampmannbrücke für den motorisierten Verkehr freigegeben. Dementsprechend verkehren die Buslinien 153 und 155 nun wieder auf ihrem gewohnten Linienweg und die Ruhrbahn bedient die Haltestellen Prinz-Friedrich-Straße, Kampmannbrücke und Rote Mühle wieder.

Restarbeiten bis Frühjahr 2020

Die Restarbeiten werden voraussichtlich noch bis zum Frühjahr 2020 andauern. So werden in Heisingen unter anderem Teile der Gehwegflächen auf der Wuppertaler Straße auf Höhe der Einfahrt Stauseebogen und auf Höhe der Bushaltstelle vor den Baucontainern noch den abschließenden Pflasterbelag erhalten. In der Zwischenzeit stellt in diesen Bereichen ein Schotterbelag die Verkehrssicherheit provisorisch her. Zudem erfolgen noch die Inbetriebnahme der sensitiven Beleuchtung, der Bau der Bushaltestellen sowie der endgültigen Entwässerungsanlagen und Arbeiten im Bereich Erdbau und Begrünung.

Kosten für den Neubau

Die Gesamtkosten für den Neubau der Kampmannbrücke belaufen sich auf 14.338.300 Euro. Zuletzt hat der Rat der Stadt Essen am 26. September 2018 zusätzliche Mittel in Höhe von 1.130.000 Euro für den Bau der Kampmannbrücke bewilligt.

Zur Vorlage über die letzte Gesamtkostenänderung

Hochwasser- und besondere Umweltschultzauflagen

Einhaltung von Auflagen
Die Brücke befindet sich im Überschwemmungsgebiet und in unmittelbarer Nähe zur Heisinger Ruhraue, die als FFH-Gebiet eingestuft ist. FFH-Gebiete sind spezielle Schutzgebiete der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, einer Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union (EU). Dadurch mussten hohe Auflagen eingehalten werden, die die technische Komplexität der Baumaßnahme erhöhten. Dies wirkte sich sowohl auf die Kosten als auch auf den Bauablauf aus.

Beispielsweise war eine ökologische Baubegleitung durch ein Fachbüro notwendig, es durfe keine Grundwasserabsenkung durchgeführt werden und es mussten Amphibientunnel im Bereich der Wuppertaler Straße gebaut werden. Auch war die Baustelleneinrichtung und die Lagerung von Stoffen und Geräten komplexer als bei anderen Baumaßnahmen.

Sensitive Beleuchtung
Zudem gibt es für die Straßenbeleuchtung konkrete Auflagen: Sie muss jährlich in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober von 22:30 Uhr bis 5 Uhr abgeschaltet werden. Das Amt für Straßen und Verkehr hat sich im Sinne des Naturschutzes dazu entschlossen, noch weiter zu gehen und dem neuestem technischen Standard entsprechend Leuchten zu installieren, die grundsätzlich nur bei Bedarf in Betrieb gehen und ansonsten ausgeschaltet bleiben. So erfassen Radarsensoren Bewegungen und schalten das Licht genau dort ein, wo es im Verlauf notwendig ist – je nach Bedarf für Fußgängerinnen sowie Fußgänger und/oder Fahrzeuge. Im oben genannten Zeitraum muss die Beleuchtung weiterhin auch bei Verkehr abgeschaltet bleiben. Diese sensitive Beleuchtung wird Anfang 2020 einsatzbereit sein.

Umfassende Details zum Baufortschritt der Kampmannbrücke finden Interessierte hier.

Zur Historie

Die Kampmannbrücke, deren Ursprünge bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, verbindet die die Essener Stadtteile Kupferdreh und Heisingen miteinander.

Interessierte finden hier weitere Informationen zur Geschichte der Brücke und ihrer Bauweise

 
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