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Stadtarchäologie - Fund des Monats Dezember 2017

Grafik: Die Alteburg in Heidhausen

Die Alteburg in Heidhausen (Grafik: J. Gatzlik und Stadtarchäologie)

Neue Funde von der Vorburg der Alteburg in Heidhausen

Die Alteburg liegt südlich Werdens, hoch über der Ruhr auf einer nach drei Seiten steil abfallenden Bergkuppe. Während der Werdener Architekt Georg Wolff 1865 noch Mauern beschreibt, die eine Höhe von 10 bis 20 Fuß erreichten, sind diese heute, besonders nach dem Sturm Ela, oft nur schwer im Gelände auszumachen. Eine Werdener Urkunde vom 1. Mai 801erwähnt einen Burgbach - „borbecki“. Diese frühe Nennung setzt nicht nur die Existenz einer Burg voraus, sondern auch, dass die Alteburg schon vor (!) Liudgers Klostergründung, um 796 bestand.

Die im Westen der Alteburg gelegene Hauptburg misst etwa 200 x 400 m. Hinzu kommt - etwa im Bereich der Straße An der Alteburg - eine Art Vorburg, die etwa 4 ha einnimmt. Von deren Wällen ist aber heute kaum noch etwas zu sehen. Auch Ausgrabungen fanden hier nie statt. Wahrscheinlich ist, dass die Alteburg etwa im 8. Jahrhundert zu einer Wehranlage ausgebaut wurde: Die Verwendung von Mörtel in der Hauptburg ist mit den Franken in Verbindung zu bringen. Die Fragen aber, ob die Burg ursprünglich fränkisch war, oder zuerst sächsisch und später von Franken eingenommen wurde oder in Teilen noch älter ist, bleiben bisher ungeklärt.

Dass vor kurzem zwei Scherben von Tongefäßen des 8./9. Jahrhunderts im Bereich der Vorburg entdeckt wurden, beweist immerhin, dass in dieser Zeit auch dieser Teil der Burg genutzt, zumindest aber aufgesucht wurde.

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