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Stadtarchäologie - Fund des Monats März 2018

Holzbalken eines etwa 300 Jahre alten Fachwerkbaus

Bei den Untersuchungen entdeckter alter Holzbalken eines etwa 300 Jahre alten Fachwerkbaus (Foto: D. Hopp)

Archäologisches zwischen Neulengrund und Eststraße

2017 wurde die Kapelle St. Maria Königin in Haarzopf abgerissen. Diese stand auf uraltem Grund, an den beispielsweise noch der Straßenname Fängershof erinnert.

Bereits 1611 wird in Haarzopf ein Hof Schmitten urkundlich erwähnt und kurz darauf, 1617, in einem Heberegister der Herrschaft Styrum ein guet in der Schmitten beurkundet. Demnach arbeiteten hier in Haarzopf Schmiede.

Der zuletzt als Fängershof bekannte Hof war ursprünglich aus einem 1710 errichteten, so genannten Leibzuchtgebäude neben der Schmiede und ihren Gebäuden entstanden.

Die Stadtarchäologie begleitete auf dem Gelände die Arbeiten, bei denen Überreste alter Hofgebäude und der Schmiede gefunden wurden. Funde der Untersuchungen wurden im Januar in der Ausstellung Stadtarchäologie 2017 gezeigt.

„Besonders zu nennen ist jedoch der älteste Fund der Untersuchung: eine Bodenscherbe Pingsdorfer Art, die etwa in das 11. bis 12. Jahrhundert datiert werden kann. Diese Scherbe ist das bisher älteste mittelalterliche Objekt in Haarzopf“, so Stadtarchäologe Dr. Hopp. Die bekannten Anfänge reichen bisher in das 13. Jahrhundert zurück: 1215 schenkten die Grafen von Berg Hartzappe mit dem Birkmannshof und dem Eichholzhof dem Kloster Werden. Beide Höfe - ersterer gehörte später zu Haus Stein, letzterer lag im Bereich der Gärtnerei an der Straße Rottmannshof - müssen demnach schon zuvor, wahrscheinlich zumindest im 12. Jahrhundert, existiert haben. 1360 wird erstmals das auf Haarzopfer Gebiet liegende Haus Stein erwähnt, das um 1550 zu einer Wasserburg ausgebaut wurde. Für 1582 findet man die Bezeichnung Haftzbeek. Daraus entwickelten sich die Bezeichnungen Harzper und Hatzper: Dieser alte Name lebt heute noch in der Hatzper Straße weiter. Seit 1830 heißt der 1915 nach Essen eingemeindete Ort Haarzopf.