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Stadtarchäologie - Fund des Monats Oktober 2018

Foto: Ein großer Teil der Knochen ging zwar verloren, doch konnten viele noch geborgen werden

Ein großer Teil der Knochen ging zwar verloren, doch konnten viele noch geborgen werden (Foto: D. Hopp)

Ein Ziegeleipferd?

Bei Aushub der Baugrube für die Erweiterung des Studieninstituts an der Blücherstraße im Ortsteil Altenessen, wurden im Mai 2018 die Überreste eines Pferdeskeletts festgestellt. Die durch die Projektleitung (Frau Vering) hinzugerufene Stadtarchäologie konnte zwar die originale Fundsituation nicht mehr vor Ort sehen, doch konnte noch ein großer Teil der Tierreste aus dem Aushub geborgen werden.

Die Begutachtung vor Ort erbrachte, dass - auch wenn große Teile des wahrscheinlich zuoberst liegenden Schädels bis auf geringe Fragmente und einigen Zähnen fehlten - doch wohl das vollständige Skelett eines erwachsenen Pferdes in einer flachen Grube entdeckt wurde. Diese mit dunkler, humoser Erde verfüllte Grube lag außerhalb der Bebauung des späten 19. Jahrhunderts - wahrscheinlich auf ehemaligem Ziegeleigelände.

Die gute Erhaltung der Knochen erklärt sich durch die Lagerung im feuchten Untergrund, was sich auch mit der Beschreibung des Baggerfahrers, der hier eine feuchte, lehmige Grube beobachtet haben will, deckt.

Neben der straßenseitigen Wohnbebauung befand sich im nahen Umfeld im späten 19. Jahrhundert eine Ringofenziegelei, noch weiter nördlich die Eisengießerei Stolte. Die Grube fand sich unter dem Abrissschutt der ehemaligen Bebauung an der Altenessener Straße.

Die Beobachtungen lassen bisher insgesamt den Schluss zu, dass der Kadaver eines Pferdes, wahrscheinlich der eines Ziegeleipferdes, am Rande des Werksgeländes sehr wahrscheinlich im späten 19. Jahrhundert, spätestens aber vor den 1920er Jahren, verscharrt wurde.

Genauere Untersuchungen zum Alter, Geschlecht und beispielsweise zu Krankheiten des Tieres stehen noch aus.

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