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Stadtarchäologie - Fund des Monats Dezember 2018

Foto: Fundauswahl

Fundauswahl (Foto: Dr. D. Hopp)

Und wieder Spuren von der Kreuzenbeck

Im Winter 2017/2018 wurde damit begonnen, auf dem Areal südlich der Velberter Straße und westlich der Straße Kathagen das Autohaus Lelgemann abzureißen.

Seit Februar bis in den Oktober fanden auf dieser Fläche dann die Bodeneingriffe statt, bei denen Spuren eines nicht mehr sichtbaren und deshalb heute vergessenen Baches gefunden wurden: Südlich und parallel der Velberter Straße floss hier von Osten nach Westen ein Bach, der Kreuzenbeck oder auch Kruselbeke. Er rann hier noch im 19. Jahrhundert durch das Tal und speiste zu Beginn des 19. Jahrhunderts drei Stauteiche unweit der Abtei. Seit dem Mittelalter trieb er eine Mühle an.

Obwohl aufgrund der geringen Eingriffstiefe nur auf kleine Abschnitte beschränkt, lassen sich aus den Beobachtungen Aussagen darüber zu gewinnen, wie sich der Bachverlauf im Laufe der Zeit verändert hatte. Große Teile der Fläche waren im 20. und 21. Jahrhundert überbaut und unter dieser Bebauung fanden sich moderner Bauschutt und Auffüllungen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. In diesem Schichtpaket war Hausmüll, Kriegsschutt, Abrissschutt zu finden. Zur Velberter Straße hin konnten noch Überreste von neuzeitlichen Mauerbefunden beobachtet werden.

Bemerkenswert ist, als ältestes Stück der Untersuchung (Foto: Bildmitte), ein so genannter Walzenbecher, der in das 13. Jahrhundert datiert werden kann.

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