IKEP - Interkommunaler Entwicklungsplan Essen/Bottrop/RAG

Die Städte Essen und Bottrop und die RAG Montan Immobilien GmbH erarbeiten gemeinsam eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Essener Nordens und des Bottroper Südens: den Interkommunalen Entwicklungsplan/IKEP. Die Machbarkeitsstudie wird im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen aus Mitteln der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) in erheblichem Umfang gefördert.

Der Übergangsbereich zwischen den Städten Bottrop und Essen stellt sich als heterogener und für beide Städte peripherer Raum dar, der zwar durchaus stellenweise Qualitäten und Potenziale aufweist, jedoch in überwiegenden Teilen als "Hinterhof" der beiden Städte wahrgenommen wird.

Es fehlt an übergreifenden Ordnungsprinzipien, an einer ausreichenden äußeren Erschließung, an einer Vernetzung der Landschaftsräume mit adäquaten Freizeit- und Naturangeboten, also insgesamt an den Voraussetzungen für eine geordnete Stadtentwicklung.

Die beiden beteiligten Städte, Essen und Bottrop, und die RAG als Eigentümerin von riesigen industriellen Brachflächen haben die enormen Entwicklungspotenziale erkannt und wollen gemeinsam, kooperativ und interkommunal zusammenarbeiten um den Planungsraum zu entwickeln. Für die Stadt Essen sind die Flächen Emil Emscher/Hafen Coelln von herausragender Bedeutung für die Stadtentwicklung.

Im September 2014 konnte die Screening-Phase zur Erstellung des Entwicklungskonzeptes abgeschlossen werden. In der ersten Phase der Machbarkeitsstudie soll jetzt gemeinschaftlich in einem kooperativen Prozess mit allen relevanten Akteuren ein Zielkonzept entwickelt werden.

Die zweite Phase besteht dann in der eigentlichen Erarbeitung der Machbarkeitsstudie für den Betrachtungsraum. Sie wird die Anforderungen an eine integrierte und interdisziplinäre Handlungsleitlinie erfüllen und gleichzeitig die gemeinsame Basis der Partner für ihre Einzelhandlungen im Betrachtungsraum darstellen.

"Wandel als Chance" - Vereinbarung zur Revitalisierung bedeutsamer Bergbauflächen

Die Beschlüsse zur Stilllegung des Steinkohlebergbaus stellen die betroffenen Kommunen vor erhebliche Herausforderungen bei der Nachnutzung der ehemaligen Bergbauflächen. Städte, Kreise, RVR, Land NRW und RAG haben sich darauf verständigt, im Sinne einer nachhaltigen und regionalökonomisch bedeutsamen Entwicklung in gemeinschaftlicher Verantwortung eng zusammenzuarbeiten.

Diese Absicht mündet in eine schriftliche Vereinbarung der betroffenen Parteien, die im Februar 2014 unterzeichnet werden soll.

Die Stadt Essen ist mit der Fläche Nr.8 "Emil Emscher - Hafen Coelln" vertreten, die nun im Rahmen der Vereinbarung "Wandel als Chance" eine besondere Aufmerksamkeit erhält. Diese Fläche ist auch Bestandteil des interkommunalen Masterplanes "Essener Norden/Bottroper Süden".

Wirtschaftsflächenentwicklung in der Städteregion Ruhr

Die Arbeitsgemeinschaft „Masterplan Ruhr“ der Städteregion Ruhr 2030 hat sich seit Sommer 2009 dem Thema der „Wirtschaftsflächenentwicklung in der Städteregion Ruhr“ gewidmet. Ergebnis des Arbeitsprozesses ist u.a. der vorliegende Bericht. Dieser beinhaltet einen ausführlichen Überblick über die Bedeutung des Wirtschaftsstandorts Ruhr, bietet umfassende Informationen und Analysen zu den Wirtschaftsflächen (einschließlich dem Büromarkt), Wirtschaftsflächenverkäufen sowie zur Wirtschafts- und Sozialstruktur in der Städteregion Ruhr. Insbesondere die finanzielle Situation der Kommunen sowie der demographische Wandel stellen künftig Herausforderungen dar, die auch die Wirtschaftsflächenentwicklung in der Städteregion beeinflussen werden.

Verschiedene Handlungsansätze werden aufgeführt, denen aus Sicht der Stadtplanung eine hohe Bedeutung für die künftige Wirtschaftsflächen-entwicklung beigemessen wird.

Die Inhalte des Berichts wurden in einem Positionspapier zusammengefasst.

Zur Startseite Städteregion Ruhr 2030

Der Regionale Flächennutzungsplan (RFNP)

Zum 30. Juni 2009 haben die Räte von sechs Städten im Kern des Ruhrgebiets dem "Regionalen Flächennutzungsplan" gemeinsam zugestimmt und damit ein historisches Planwerk vollendet. Der RFNP ist der erste abgeschlossene Plan dieser Art in Deutschland, mehr über den RFNP

Mobilitätsband A40|B1

Am 06.05.2010 hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung den Regionalen Masterplan A40|B1 (scheuvens + wachten, Dortmund) und das Gestalthandbuch A40|B1 (Planungsgemeinschaft orange.edge, Gelsenkirchen und Davids | Terfrüchte + Partner, Essen) zur Kenntnis genommen. Die Erarbeitung der zwei Planwerke erfolgte im Auftrag der Städte Moers, Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Bochum, Dortmund und Unna sowie der Gemeinde Holzwickede.

Von allen Stadtoberhäuptern der Anrainerstädte wurde am 12.07.2010 ein stadtregionaler Kontrakt, in dem sich die Städte verpflichten, im Sinne des Regionalen Masterplanes die Attraktivität und das Selbstbewusstsein der Metropolregion Ruhr zu stärken und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Metropolräumen zu verbessern, gemeinsam unterzeichnet.

Zum Gestalthandbuch wurde ein Kontrakt zwischen den Städten und dem Straßenbaulastträger Straßen.NRW geschlossen, so dass eine Umsetzung der im Handbuch beschriebenen Grundregeln verpflichtend für alle Beteiligten ist.
Weitere Informationen finden Sie hier