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Interkommunaler Entwicklungsplan Stadt Essen / Stadt Bottrop / RAG AG (IKEP)

Die Städte Essen und Bottrop und die RAG Montan Immobilien GmbH erarbeiten gemeinsam eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Essener Nordens und des Bottroper Südens: den Interkommunalen Entwicklungsplan "IKEP_Mitte". Die Machbarkeitsstudie wird im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen aus Mitteln der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) in erheblichem Umfang gefördert.

Hintergrund

Der Übergangsbereich zwischen den Städten Bottrop und Essen stellt sich als heterogener und für beide Städte peripherer Raum dar, der zwar durchaus stellenweise Qualitäten und Potenziale aufweist, jedoch in überwiegenden Teilen als "Hinterhof" der beiden Städte wahrgenommen wird. Es fehlt an übergreifenden Ordnungsprinzipien, an einer ausreichenden äußeren Erschließung, an einer Vernetzung der Landschaftsräume mit adäquaten Freizeit- und Naturangeboten, also insgesamt an den Voraussetzungen für eine geordnete Stadtentwicklung.

Die beiden beteiligten Städte, Essen und Bottrop, und die RAG als Eigentümerin von riesigen industriellen Brachflächen haben die enormen Entwicklungspotenziale erkannt und wollen gemeinsam, kooperativ und interkommunal zusammenarbeiten um den Planungsraum zu entwickeln.

Ziel der Machbarkeitsstudie ist die Schaffung eines Raumbildes für die zukunftsfähige Entwicklung des überwiegend industriell‐gewerblich geprägten Planungsraums. Hierbei werden insbesondere die Schaffung neuer Arbeitsplätze, die Milderung der bestehenden Gemengelagen und Restriktionen, die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftskraft sowie der Aufbau einer wirtschaftsnahen Infrastruktur im zirka 1.700 Hektar großen Betrachtungsraum fokussiert.

Planungsphasen

Im September 2014 konnte die Screening-Phase zur Erstellung des Entwicklungskonzeptes abgeschlossen werden. In der ersten Phase der Machbarkeitsstudie soll jetzt gemeinschaftlich in einem kooperativen Prozess mit allen relevanten Akteuren ein Zielkonzept entwickelt werden.

Die zweite Phase besteht dann in der eigentlichen Erarbeitung der Machbarkeitsstudie für den Betrachtungsraum. Sie wird die Anforderungen an eine integrierte und interdisziplinäre Handlungsleitlinie erfüllen und gleichzeitig die gemeinsame Basis der Partner für ihre Einzelhandlungen im Betrachtungsraum darstellen.

Die Erarbeitung der Grundlagen sowie die Leitbildfindung sollen 2017 abgeschlossen werden. Im ersten Quartal 2018 erfolgen die Entwicklung eines Szenarios und darauf aufbauend die Erstellung eines konkreten Struktur- und Nutzungskonzeptes sowie vertiefender Entwürfe für besondere Potenzialflächen. Für die Stadt Essen sind die Flächen Emil Emscher/Hafen Coelln von herausragender Bedeutung für die Stadtentwicklung.

Die Fertigstellung soll Ende 2018 erfolgen.