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Nach 132 Jahren wird die Ruhrauschule zur Kindertagesstätte

Die KiTa Ruhrau

Foto: Fassadenansicht West der KiTa Ruhrau, rechts vom Gebäude sieht man die Eingangs- und Spielhalle.

Das Gebäude mit großzügigem Außenspielbereich

Foto: Gruppenraum der KiTa Ruhrau mit Spieltischen, Regalen und Schränken. An der Decke sieht man Akustiksegel, im Raum befinden sich spielende Kinder.

Gruppenraum

Foto:Eingangs- und Spielhalle der KiTa Ruhrau mit spielenden Kindern.

Eingangs- und Spielbereich

Mit den Arbeiten an dem Gebäude aus dem Jahre 1914 wurde direkt nach Auszug der Schülerinnen und Schüler begonnen, so dass die neue viergruppige KiTa schon im Sommer 2013 eröffnet werden konnte. Das architektonisch hochwertige Bauwerk konnte in seiner grundsätzlichen Struktur erhalten werden. Durch umfangreiche Maßnahmen mit Gesamtkosten über 1,75 Millionen Euro wurden die Anforderungen an eine moderne KiTa in den historischen Räumen hervorragend erfüllt. Die Bausubstanz mit hohen Decken, großen Fenstern, großzügigen Fluren und Treppenräumen sowie die vorhandene ehemalige Pausenhalle, ergeben in den alten Mauern eine moderne und weiträumige KiTa für 70 Kinder mit angenehm hellen Räumen.

Die für den Umbau nötigen Eingriffe ließen sich in die vorhandene Bausubstanz gut integrieren. So schließt ein neues Treppenhaus an die ehemalige Eingangstreppe an und wirkt damit nicht als Fremdkörper sondern fügt sich unauffällig in das Gebäude ein. Viele bereits vorhandene architektonische Elemente konnten beibehalten werden, so wurde beispielsweise die Ausführung der Türlaibungen für alle neuen Türen übernommen. Die historische Treppenanlage wurde aufgearbeitet, auch das alte Treppengeländer konnte den modernen Anforderungen an Sicherheit und Qualität gerecht werden. Als besonderer Raum für eine KiTa ist die alte Pausenhalle mit den Schultoiletten in eine viel Platz bietende Eingangs- und Spielhalle mit angegliederten Garderoben und Toiletten umgestaltet worden.

Innengestaltung
Die Räume der einzelnen Gruppen und die anderen Funktionsbereiche sind durch ein Farbkonzept gestaltet und strukturiert. Dies ermöglicht eine intuitive Orientierung im Gebäude über die Treppenhäuser in die einzelnen Etagen. Die ehemaligen großen Klassenräume wurden um Nebenräume und Schlafräume erweitert, so dass sich für jede Gruppe ein eigener Bereich mit angegliederten Nassräumen ergibt.

Insgesamt wurde eine durchdachte Gestaltung der Innenräume erarbeitet, die mit viel Rücksicht auf die Eigenschaften des Gebäudes eine hohe gestalterische und pädagogische Qualität entstehen ließ. Durch das Anbringen von Akustiksegeln mit integrierter Beleuchtung wurden auch die Anforderungen an die Raumakustik erfüllt. Dadurch bleiben die Gruppenräume mit den deckenhohen Sprossenfenstern hell und großzügig, ohne die Aufenthaltsqualität zu beeinträchtigen.

Großzügiger Außenspielbereich
Der alte Schulhof wurde in einen ausgedehnten und freundlichen Ort mit vielen Spielmöglichkeiten umgestaltet. Vorhandene Bäume, große Bambusgewächse, die Topographie und auch alte Bodenbeläge konnten in die Planung aufgenommen und weiterverwendet.

Projektausführung und Bauleitung wurden an das Essener Architekturbüro M.S.A. Architekten, Michael Schmitz, vergeben, die Immobilienwirtschaft der Stadt war für die Projektleitung und –steuerung, den Entwurf und die Genehmigungsplanung verantwortlich.

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