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Vom Konzept bis zum Einzug - wie das BürgerRatHaus entsteht

Was ist bisher passiert, wie geht es weiter?

Darüber informiert die Info-Grafik zum BürgerRatHaus am rechten Bildrand.

Seit dem 10. Juli 2019 steht der Sieger des internationalen Architektenwettbewerbs zum BürgerRathaus offiziell fest: Aus den 14 fristgerecht eingesandten Beiträgen kürte das Preisgericht den Beitrag vom Generalplanungsteam agn Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren, zum Sieger.
Damit endet der Architektenwettbewerb zum BürgerRatHaus, womit ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum neuen Verwaltungsgebäude der Stadt Essen erreicht ist. Denn damit können das Bauvorhaben nun präzisiert und seitens der Stadt Essen gewünschte Verfeinerungen und Änderungen in den für Anfang 2020 geplanten Vorentwurf des Gebäudes eingearbeitet werden. So will es das sogenannte "Verhandlungsverfahren mit vorgelagertem Planungswettbewerb", in das der Wettbewerb eingebettet ist. Das Projekt befindet sich nun also um Schritt "Bauvorbereitungen".

Virtueller Rundgang durch das Gebäude

Rückblick auf den internationalen Architektenwettbewerb vom 14. September bis 19. Dezember 2018

Um die Teilnahme am nicht-offenen, anonymen, städtebaulichen und hochbaulichen Realisierungswettbewerb hatten sich insgesamt 31 nationale und internationale Architekturbüros beworben. Davon wurden 18 Teilnehmer ausgewählt. Diese hatten vom 14. September bis zum 19. Dezember 2018 Zeit, an ihren Plänen für das BürgerRatHaus zu arbeiten. Ein Modell des Entwurfs konnten sie bis zum 10. Januar 2019 einreichen. 14 der 18 zur Teilnahme berechtigten Büros haben ihre Beiträge fristgerecht eingesandt.

Das Preisgericht tagte am 15. März 2019, wobei es zu keiner abschließenden Erntscheidung kam, sodass die Jurysitzung unterbrochen wurde. Drei Beiträge hielt das Preisgericht für so aussichtsvoll, dass es um Überarbeitung bestimmter Aspekte innerhalb einer angemessenen Frist bat. In der Fortsetzung der Preisgerichtssitzung am 3. Juli 2019 wurden schließlich ein 1. Preis, ein 2. Preis sowie vier Anerkennungen vergeben.

Die Anforderungen für den Architektenwettbewerb resultieren aus dem Schritt "erste Bauplanung", in dem die bisherigen Planungen zu den Raumbedarfen mit den Ergebnissen der Bürger- und Mitarbeiterbeteiligung zusammengeführt wurden.

Wesentliche Punkte des Raumprogramms

Die Architekturbüros müssen bei der Erarbeitung unter anderem folgende Eckpunkte berücksichtigen:

Das BürgerRatHaus soll sich im Inneren in vier verschiedene Funktionsbereiche gliedern:

  • Eingang/ Foyer
  • Frontoffice mit integriertem Bildungs- und Familienpunkt
  • Backoffice
  • Konferenz- und Schulungszone

Während Foyer und Frontoffice öffentliche Bereiche sind, sind die übrigen Gebäudeteile nicht für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Das Foyer als einladender und zentraler Bereich des BürgerRatHauses ist auch für repräsentative Anlässe wie beispielsweise für kulturelle Events zu nutzen.

In allen öffentlichen Bereichen soll eine einfache Orientierung möglich sein, zudem sind diese komplett barrierefrei zu planen. Die Wartebereiche sollen unterschiedlich groß sein und eine Spielecke für Kinder vorhalten. Für Gespräche stehen offene und geschlossene Beratungsbereiche in verschiedenen Größen zur Verfügung, um je nach Anliegen sowohl vertrauliche Gespräche als auch informative Kurzberatungen durchführen zu können.

Das Büro- und Raumkonzept des Backoffice soll modernen, offenen Bürostrukturen folgen, um die Kommunikation unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu fördern, die Grenzen zwischen Organinisationseinheiten und Funktionen abzubauen und eine effektivere Zusammenarbeit zu erzielen. Da allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im BürgerRatHaus tätigkeitsorientiertes und mobiles Arbeiten ermöglicht werden soll, sind neben klassischen Schreibtischlösungen alternative Arbeitsplatzangebote vorgesehen.

Beschrieben sind die gesamten Anforderungen im Auslobungstext (pdf, 25477 kB) ReadSpeaker.

Das BürgerRatHaus ist ein Großprojekt der Essener Stadtverwaltung. Zwar ist am späteren Ort des Geschehens noch nichts zu sehen, im Hintergrund laufen allerdings schon seit Monaten die Vorbereitungen und Planungen rund um das BürgerRatHaus. Welche Vorbereitungen müssen getroffen werden, bis das neue BürgerRatHaus im Jahr 2024 bezugsfertig ist?

Eine Übersicht (pdf, 2106 kB) ReadSpeaker verdeutlicht den Gesamtprozess vom Konzept bis zum Einzug.

Im Jahr 2017 ist gemeinsam mit dem auf Büro- und Arbeitsplatzkonzepte spezialisierten Dienstleister "combine Consulting" ermittelt worden, ob das Bauvorhaben machbar und wirtschaftlich ist.
Nach erfolgreicher Prüfung hat von Ende 2017 bis April 2018 eine erste Beteiligungsphase stattgefunden, in der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Essen sich zu den Raumbedarfen und der Arbeitsplatzgestaltung im neuen Rathaus einbringen konnten. Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger wurde in dieser Phase ebenfalls erfragt.

Aus den ersten Ergebnissen des Beteiligungsprozessses sind Vorgaben erarbeitet worden, die mehrere Architekturbüros im von September bis Dezember 2018 stattfindenden Architektenwettbewerb erfüllen müssen. Dabei legt die Stadt Essen zudem großen Wert auf die städtebauliche Anbindung des Baubereichs an die Innenstadt und eine flexible Nutzungsstruktur des Gebäudes.

Im März 2019 wird der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs feststehen, bevor der Rat der Stadt Essen voraussichtlich im Mai 2019 den Bau des BürgerRatHauses beschließt.

Nach Fertigstellung der Kita am Lysegang im Jahr 2019 können die Kinder und Erzieherinnen und Erzieher aus dem Hauptbad in ihr neues, zeitgemäßes Gebäude umziehen.

Das JobCenter Essen Mitte, das im ehemaligen Gesundheitsamt an der Bernestraße untergebracht ist, wird ebenfalls dem BürgerRatHaus weichen müssen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des JobCenters Essen Mitte ziehen deshalb in einen Interimsstandort, bevor sie nach Fertigstellung des BürgerRatHauses schließlich dort einziehen können.

Erst, wenn beide Gebäude - das Hauptbad und das Verwaltungsgebäude an der Bernestraße - leer stehen, können die Abbrüche der Bauten beginnen.

Baubeginn für das BürgerRatHaus wird im Jahr 2021 sein. Dazu gehört auch die Anbindung des Stadtviertels an die Innenstadt und die Optimierung der Erreichbarkeit des BürgerRatHauses durch die Umsetzung eines Verkehrskonzepts, das alle Mobilitätsformen gleichermaßen berücksichtigt.

Die Fertigstellung und Eröffnung des BürgerRatHauses ist für das Jahr 2024 geplant.

 
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